Angebot!

Xifaxan (Rifaximin)

€0.00

-28%
Xifaxan enthält den Wirkstoff Rifaximin und wird zur Behandlung bestimmter bakterieller Infektionen im Darm eingesetzt, zum Beispiel bei Reisedurchfall oder Reizdarmsyndrom mit Durchfall. Das Medikament wirkt gezielt im Darm und wird nur in sehr geringem Maße vom Körper aufgenommen. Bitte wenden Sie Xifaxan nur nach ärztlicher Anweisung an und beachten Sie die Dosierungshinweise Ihres Arztes oder Apothekers.

Xifaxan® (Rifaximin) – Patienteninformation für die Anwendung in Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Rifaximin
Deutsche Handelsnamen Xifaxan® (gelegentlich auch als Zaxine®), Generika vereinzelt im Handel
ATC-Code A07AA11 (Antibiotika – Intestinal)
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Tabletten zu 200 mg und 550 mg
Hersteller Alfa Wassermann S.p.A (Italien); Vertrieb: Norgine GmbH Deutschland
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig nach §48 AMG / AMVV)

Wirkmechanismus

Einfach erklärt:
Rifaximin wirkt lokal im Darm gegen Bakterien. Es tötet bestimmte Bakterienarten ab, indem es deren Eiweißsynthese hemmt. So können Krankheitserreger bekämpft werden, ohne dass darüber hinaus der restliche Körper beeinflusst wird, da kaum Wirkstoff aufgenommen wird.

Für Fachkreise:
Rifaximin bindet an die β-Untereinheit der bakteriellen DNA-abhängigen RNA-Polymerase und blockiert somit die mRNA-Synthese. Das Präparat zeichnet sich durch eine nahezu ausschließlich intestinale (lokale) Wirksamkeit sowie einen Wirkstoffspiegel <1% systemisch aus.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Sehr geringe systemische Aufnahme (<1%) – wirkt fast nur im Darm
  • Metabolisierung: Kaum metabolisiert, Wirkstoff gelangt weitgehend unverändert in den Stuhl
  • Ausscheidung: Hauptsächlich fäkal; minimale renale Elimination
  • Wirkdauer: Abhängig von Verabreichung; lokale Konzentration über mehrere Stunden konstant

Anwendung im Alltag & Best Practices

  • Standarddosis bei Reisediarrhoe (Erwachsene): 200 mg alle 8 Stunden, über 3 Tage
  • Hepatische Enzephalopathie (Rezidivprophylaxe): 550 mg zweimal täglich, kontinuierlich
  • Reizdarmsyndrom mit Durchfall (IBS-D): 550 mg dreimal täglich, 14 Tage lang (nur auf explizite Verordnung)
  • Tabletten unzerkaut, mit ausreichend Wasser einnehmen. Nicht mörsern.
  • Behandlung immer vollständig abschließen; kein vorzeitiges Absetzen!

Einnahme morgens oder abends?

  • Morgens & abends (bei 2x täglich): Vorteil: gleichmäßige Wirkstoffkonzentration, weniger ausgelassene Dosen
  • Bei 3x täglich: Morgens, mittags und abends im Abstand von 8 Stunden; am besten feste Zeiten wählen
  • Tipp: Erinnerungsfunktion (Wecker, App) nutzen, insbesondere bei Mehrfacheinnahme
  • Verpasste Einnahme: So schnell wie möglich nachnehmen, aber nicht doppelt dosieren

Mit oder ohne Mahlzeiten?

  • Einnahme unabhängig von Mahlzeiten möglich
  • Leichte Ernährung ohne schwer verdauliche oder extrem fettige Speisen kann bei Magenbeschwerden empfehlenswert sein
  • Typisch deutsche Kost (Brot, Kartoffeln, Gemüse, wenig Rohes): keine relevanten Auswirkungen auf Wirkung
  • Hinweis: Alkoholika vermeiden, da Leber und Darm zusätzlich belastet werden können

Interaktionswarnungen

Wechselwirkungspartner Risiko/Besonderheit
Alkohol Im Regelfall keine direkte Interaktion, jedoch für geschwächte Leber nicht empfohlen
Andere Antibiotika (insb. Makrolide, Chinolone) Mögliches Risiko für Resistenzbildung und Kreuzreaktionen
Orale Kontrazeptiva Wirkung bleibt bestehen (geringe systemische Bioverfügbarkeit), Vorsicht bei schweren Durchfällen: Absorption verringert
Cyclosporin, Warfarin Interaktionen gering, aber Überwachung bei Immunsuppression/Blutverdünner empfehlenswert
Lebensmittel/Ballaststoffe Keine relevanten Einschränkungen

Indikationen (offiziell & off-label in Deutschland)

Indikation Status Erläuterung
Reisediarrhoe (Erwachsene, bakteriell) Zugelassen Begrenzt auf nicht-invasive E. coli-induzierte Formen
Hepatische Enzephalopathie (Prophylaxe von Rezidiven) Zugelassen Bei bestehender chronischer Lebererkrankung, ab 18 Jahren
Reizdarmsyndrom mit Durchfall (IBS-D) Off-label Kein Standard in Deutschland, nach individueller Nutzen-Risiko-Analyse
Kleinere andere Indikationen (bakterielle Überwucherung etc.) Einzelfallentscheidung Nur spezialisiertes Setting

Dosierungsempfehlungen (nach Indikation und Altersgruppe)

Indikation Erwachsene Kinder & Jugendliche Ältere Patienten
Reisediarrhoe 200 mg alle 8h, 3 Tage Keine Standardzulassung (<18 J.) Wie Erwachsene (ggf. geringe Anpassung bei Multimorbidität)
Hepatische Enzephalopathie 550 mg 2x tägl., kontinuierlich Keine Standardzulassung Wie Erwachsene (ggf. engmaschigere Überwachung)
IBS-D (Off-label) 550 mg 3x tägl., 14 Tage Wird nicht empfohlen Wie Erwachsene, individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Nebenwirkung Erläuterung
Sehr häufig (>10%) Blähungen, Kopfschmerzen Meist milde Ausprägung
Häufig (1–10%) Abdominale Schmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, erhöhte Leberwerte Üblicherweise reversibel, ärztliche Kontrolle ratsam
Gelegentlich (0,1–1%) Hautausschlag, Müdigkeit, Schwindel In der Regel harmlos, selten Absetzwunsch
Selten / sehr selten Allergische Reaktion, schwere Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Kolitis) Notfall: sofort ärztliche Hilfe
Warnhinweise Vorbestehende Leberfunktionsstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen Risikopatienten eng begleiten

Leitfaden zur richtigen Anwendung (praxisnahe Tipps)

  • Nur auf ärztliche Verordnung und unter ärztlicher Kontrolle anwenden
  • Tagesdosis nie eigenmächtig verändern
  • Komplette Therapiedauer durchhalten – Keimüberleben und Rückfallgefahr minimieren
  • Bei Auslandsreisen: Tabletten im Handgepäck, deutsche Notfallnummern bereithalten
  • Hygiene weiter einhalten (Händewaschen, Lebensmittelhygiene!)
  • Bei starken Nebenwirkungen Einnahme sofort stoppen und Arzt kontaktieren

Alternative Therapieoptionen (Erstattungsfähigkeit laut GKV / Vergleich)

  • Metronidazol (z. B. Clont®) – günstiger, systemische Wirkung, mehr Wechselwirkungen
  • Neomycin – nur bei Prophylaxe der hepatischen Enzephalopathie; erhöhtes Nebenwirkungsprofil
  • Nitazoxanid – keine Zulassung in Deutschland
  • Andere Antibiotika bei Reisediarrhoe: Azithromycin, Ciprofloxacin (bei nachgewiesener Empfindlichkeit)
  • Probiotika – additiv, teils erstattungsfähig als OTC-Produkt, begrenzte Evidenz

Vergleich: Rifaximin zeichnet sich durch seine lokale Darmwirkung und das geringe systemische Nebenwirkungspotenzial aus. Alternativen können günstiger sein, sind aber meist mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden oder nur für gezielte Situationen geeignet.

Rechtlicher Status & Erstattung in Deutschland

  • BfArM/EMA-zugelassen
  • GKV-Erstattung für Reisediarrhoe und hepatische Enzephalopathie (Rezeptpflicht)
  • Indikationen außerhalb der Zulassung (IBS-D): ggf. Einzelfallantrag über die gesetzliche Krankenkasse möglich, aber keine Regelerstattung
  • Verordnung nach § 73 Abs. 3 AMG; nur über Arzt und Apotheke (Präsenz oder Online)

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS, 2023) empfehlen Rifaximin als Mittel der Wahl bei hepatischer Enzephalopathie (therapiebegleitend mit Laktulose)
  • Aktuelle Metaanalysen (Gut, 2022; Aliment Pharmacol Ther, 2023) bestätigen Wirksamkeit und geringes Nebenwirkungsprofil bei Divertikel-assoziierten Durchfallerkrankungen
  • Datenlage für Reizdarmsyndrom verbessert sich kontinuierlich, jedoch in Deutschland weiterhin "off-label"
  • EMA-Pharmakovigilanzberichte (EMA/PRAC, 2023): Keine neuen Sicherheitsbedenken aufgekommen

Verfügbarkeit & Lieferung (Deutschlandweit)

Packungsgröße Reichweite (Standarddosis) Indikativer Apothekenpreis (Stand 2024)* Lieferzeit (Großstädte)
12 Stk. à 200 mg 4 Tage (typ. Reisediarrhoe) ca. 28 € Berlin: 1 Tag, München: 1–2 Tage, Hamburg: 1 Tag, Frankfurt: 1 Tag
56 Stk. à 550 mg 28 Tage (hepatische Enzephalopathie) ca. 540 € Deutschlandweit 1–2 Werktage für Online-Bestellung
Packungen für 14 & 28 Tage (IBS-D, off-label) Nur auf ärztliche Vorlage Preis auf Anfrage Nach Verfügbarkeit und Rücksprache

*Preise können je nach Apotheke und individueller Erstattung/Lieferstatus variieren (Quelle: Lauer-Taxe Apr. 2024).

FAQ – Häufige Patientenfragen zu Xifaxan® (Rifaximin)

  1. Wie unterscheidet sich Rifaximin von anderen Antibiotika?
    Rifaximin wirkt fast ausschließlich lokal im Darm und gelangt kaum in den Blutkreislauf. Dadurch treten weniger systemische Nebenwirkungen auf und es wird gezielt gegen schädliche Bakterien im Verdauungstrakt vorgegangen.
  2. Welche Lebensmittel sollte ich während der Behandlung meiden?
    Es gibt keine speziellen Einschränkungen. Verzehren Sie bitte leicht bekömmliche Kost und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Alkohol ist möglichst zu vermeiden, insbesondere bei Lebererkrankungen.
  3. Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nehmen Sie die Tablette so bald wie möglich ein. Wenn die nächste Einnahme kurz bevorsteht, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste regulär. Niemals eine doppelte Menge gleichzeitig einnehmen.
  4. Kann ich Xifaxan® auch bei Kindern anwenden?
    Die Zulassung und sichere Anwendung gilt derzeit nur für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche ist im Regelfall keine Anwendung vorgesehen, außer in streng kontrollierten, spezialisierten Situationen.
  5. Kann es sein, dass trotz Einnahme die Beschwerden bleiben oder erneut auftreten?
    Ja, insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie hepatischer Enzephalopathie ist eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt erforderlich. Bitte Therapie nicht eigenmächtig verändern oder abbrechen; Rücksprache mit Facharzt oder Apotheke ist essentiell.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

200mg, 400mg, 550mg

Paket: No selection

10 pill, 20 pill, 30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 270 pill