Angebot!

Valparin (Valproic Acid)

€0.00

-17%
Valparin enthält den Wirkstoff Valproinsäure und wird zur Behandlung von Epilepsie und bestimmten Formen von Krampfanfällen eingesetzt. Es hilft, die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu verringern. Ihr Arzt entscheidet über die passende Dosierung und führt regelmäßige Kontrollen durch. Bitte nehmen Sie das Medikament immer wie verordnet ein und sprechen Sie bei Fragen oder Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Valparin (Valproinsäure): Umfassende Informationen für Patienten in Deutschland

Basisinformationen zum Produkt

Wirkstoff (INN) Valproinsäure
Handelsnamen in Deutschland Valproat-ratiopharm®, Ergenyl®, Orfiril®, Valproinsäure HEXAL® u. a.
ATC-Code N03AG01
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Tabletten (150–1000 mg), Retardtabletten, Kapseln, Sirup/Lösung (150 mg/5 ml), Infusionslösung
Hersteller Desitin, HEXAL, ratiopharm, Sanofi Aventis uvm.
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig nach AMG; Abgabe nur gegen ärztliches Rezept

Wirkmechanismus

Valproinsäure wirkt zentral auf das Nervensystem, indem sie die Konzentration des Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA) im Gehirn erhöht. GABA ist ein inhibitorischer Neurotransmitter, der die Nervenerregung dämpft. Dadurch werden epileptische Anfälle unterdrückt und Stimmungsschwankungen stabilisiert.
Für Fachkreise: Valproinsäure hemmt GABA-Transaminase sowie Sukzinsemialdehyd-Dehydrogenase, blockiert spannungsabhängige Natriumkanäle und beeinflusst kalziuminduzierte Neurotransmitter-Ausschüttung.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach oraler Einnahme wird Valproinsäure rasch (peak: 1–4 Std.), bei Retardpräparaten verzögert aufgenommen.
  • Metabolisierung: Überwiegend hepatisch durch Glucuronidierung & mitochondriale β-Oxidation.
  • Elimination: Hauptsächlich renal als Metabolit ausgeschieden.
  • Wirkdauer: 12–24 Stunden; daher häufig 1–2x täglich Einnahme.
  • Plasmaproteinbindung: Hoch (80–95 %), bei hohen Dosen oder Hypalbuminämie vermindert.

Anwendung im Alltag & Gute Praxis

  • Regelmäßige Einnahme wichtig – am besten immer zur gleichen Tageszeit.
  • Nicht eigenständig absetzen!
  • Dosisanpassung erfolgt individuell durch den behandelnden Facharzt für Neurologie oder Psychiatrie.
  • Kinder, Jugendliche und ältere Menschen erhalten oft geringere Einstiegsdosen.
  • Bei Tablettenschluckbeschwerden stehen Lösungen oder Sirup zur Verfügung.
  • In Deutschland gängige Dosierungen bei Erwachsenen: 900–2000 mg/Tag (je nach Indikation und Verträglichkeit).

Dosierung morgens oder abends?

  • Idealerweise 1–2x täglich, vorzugsweise nach festen Essenszeiten (Frühstück/Abendessen).
  • Abenddosis kann bei Auftreten von Müdigkeit bevorzugt werden.
  • Retardpräparate sind oft für einmalige Tagesgabe (meist abends) geeignet.
  • Faustregel: Einhaltung eines stabilen Einnahmeplans minimiert Nebenwirkungen und verbessert die Wirkung.

Einnahme mit oder ohne Nahrung?

  • Einnahme mit einer Mahlzeit wird in Deutschland empfohlen, um Magenbeschwerden (Übelkeit, Reizung) zu vermeiden.
  • Fettreiche Mahlzeiten können die Aufnahme verzögern, erhöhen aber nicht die Bioverfügbarkeit.
  • Verhindern Sie, dass die Tabletten zerstoßen oder zerkaut werden, soweit nicht anders verordnet.
  • Deutsche Ernährungsgewohnheiten (Brot, Milchprodukte, Obst, typisch leichte Kost) stehen der Einnahme nicht entgegen.

Wechselwirkungen (Interaktionen)

Arzneimittel/Lebensmittel Wechselwirkung
Alkohol Verstärkte sedierende (beruhigende) Wirkung, erhöhtes Risiko für Leberschäden.
Antiepileptika (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Lamotrigin) Veränderte Serumspiegel – genaues Monitoring nötig.
Orale Antikoagulanzien (z.B. Warfarin) Verstärkte Wirkung, erhöhte Blutungsgefahr.
Steroidhormone, Antidepressiva Wechselwirkungen möglich; Arzt konsultieren!
Enzyminduktoren (z.B. Rifampicin) Abgesenkte Valproatspiegel, Wirkungsverlust.
Grapefruitsaft & Johanniskraut Vorsicht: Potenzielle CYP-Interaktionen, nicht empfohlen.

Indikationen

Indikation Offiziell zugelassen Off-label in DE
Epilepsie (verschiedene Formen) Ja Nein
Bipolare Störung (Phasenprophylaxe, akute Manie) Ja Nein
Migräneprophylaxe (bei Versagen anderer Mittel) Ja Nein
Borderline-Störung, Schizophrenie (adjuvant) Nein Ja, Einzelfallentscheidung
Neuropathische Schmerzen Nein Selten, off-label

Dosierung nach Indikation & Altersgruppe

Indikation Erwachsene Kinder (20–40 kg) Ältere Menschen
Epilepsie 10–15 mg/kg KG initial, dann 15–30 mg/kg KG/Tag 15–30 mg/kg KG/Tag 10–15 mg/kg KG/Tag, ggf. niedriger starten
Bipolare Störung 600–2000 mg/Tag, einschleichend n.a., meist nicht indiziert 600–1500 mg/Tag, individuell anpassen
Migräneprophylaxe 500–1000 mg/Tag Keine Zulassung 500–750 mg/Tag

Die Dosis muss individuell vom Arzt eingestellt und regelmäßig anhand des Behandlungserfolgs und der Verträglichkeit angepasst werden.

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispiele
Sehr häufig (>10%) Müdigkeit, Tremor, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gewichtszunahme, Haarausfall
Häufig (1–10%) Leberwert-Erhöhungen, Blutbildveränderungen, Appetitlosigkeit, Aggressivität, Verwirrtheit, Erregung
Selten (<1%) Pankreatitis, Leberversagen – insbesondere bei Kindern unter 3 Jahren, schwere Hautreaktionen, Hormonstörungen (PCOS), Hörstörungen
Warnhinweise Schwangerschaft: Hohe Risiko für Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen – streng abwägen! Regelmäßige Kontrollen von Leberwerten und Blutbild erforderlich.

Richtlinien zur richtigen Anwendung

  • Immer nach Anweisung des Arztes und Beipackzettels einnehmen.
  • Verpasste Dosis zeitnah einnehmen, sonst regulär weitermachen. Keine Doppelgabe!
  • Während der Behandlung regelmäßige Kontrolluntersuchungen (Leber, Blutbild, ggf. Spiegelmessung).
  • Schwangere Frauen: Strenge Indikationsstellung, ggf. Beratung durch spezialisiertes Zentrum.
  • Informieren Sie Ärzte & Apotheken über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen.
  • Hinweis für Deutschland: Führen Sie stets einen aktuellen Medikationsplan mit sich.

Alternative Therapieoptionen (Erstattungsfähig durch die Gesetzliche Krankenversicherung – GKV)

  • Andere Antiepileptika: Carbamazepin, Lamotrigin, Levetiracetam, Oxcarbazepin (Wirksamkeit je nach Anfallsart, verschiedene Nebenwirkungsprofile, einige interagieren stärker mit anderen Mitteln)
  • Stimmungsstabilisierer: Lithium (besonders bei Bipolar-I), Quetiapin, Aripiprazol (Unterschiede in der Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Monitoring-Aufwand)
  • Migräneprophylaxe: Topiramat, Propranolol, Metoprolol (gute Wirksamkeit, spezifische Nebenwirkungen: Gewicht, Herz-Kreislauf)

Die Wahl der Alternativpräparate hängt von Erkrankung, Begleiterkrankungen, Wechselwirkungen und individuellen Wünschen ab. Alle genannten Wirkstoffe sind in Deutschland erstattungsfähig und unterliegen der Verschreibungspflicht.

Rechtlicher Status, Registrierung und Erstattung

  • Zulassung: Europäische Zulassung (EMA); in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) registriert und überwacht.
  • Erstattung: Vollständig von der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) übernommen, sofern eine zugelassene Indikation vorliegt.
  • Apothekenpflicht: Abgabe nur gegen gültiges ärztliches Rezept.
  • Dokumentation: Apotheken sind verpflichtet, Wechselwirkungen abzuprüfen und zu dokumentieren.
  • Schwangerschaft: Strenge Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)! Spezielle Beratungspflicht und Aufklärung durch den Arzt zwingend.

Aktuelle Studien und Leitlinien (2022–2025)

  • Aktualisierte S3-Leitlinie Epilepsie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN): Valproinsäure bleibt eines der wichtigsten Mittel bei generalisierten Anfällen, Nutzung bei Frauen im gebärfähigen Alter stark eingeschränkt.
  • Bipolare Störung: Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) empfiehlt Valproinsäure zur Prophylaxe und akuten Behandlung, jedoch unter strenger Risiko-Nutzen-Abwägung.
  • Migräne: Nutzen v.a. bei therapierefraktären Verläufen laut AWMF-Leitlinie „Therapie der Migräneattacke…“ (Stand 2023).
  • Wichtige Studie: EMA-Sicherheitswarnungen (2022–2024): Fokus auf Schwangerschaftsverhütung, intensive Kontrolle möglicher Lebertoxizität und Überwachung psychiatrischer Nebenwirkungen.

Verfügbarkeit und Lieferung

Packungsgröße Stück Preisspanne (verschreibungsfrei nicht erhältlich!) Lieferzeit – Berlin Lieferzeit – München Lieferzeit – Frankfurt
Valproinsäure 500 mg Retardtabletten 100 35–60 € (GKV übernimmt Kosten) 24 Std. 24–48 Std. 24–48 Std.
Valproinsäure Lösung 150 mg/5 ml 200 ml 25–48 € (GKV übernimmt Kosten) 24 Std. 24–48 Std. 24–48 Std.
Valproinsäure 300 mg/600 mg Tabletten 50 18–35 € (GKV) 24 Std. 24–48 Std. 24–48 Std.

Lagerbestand und Lieferzeiten variieren je nach Apotheke. Vorbestellung und Rezeptzusendung per E-Rezept oder Fax beschleunigen den Ablauf.

FAQ – Häufige Patientenfragen

  1. Muss ich Valproinsäure lebenslang einnehmen?
    Nicht zwingend, oft aber über viele Jahre. Die genaue Dauer hängt von Ihrer Erkrankung und der Rückfallgefahr ab. Änderungen im Einnahmeplan nur nach ärztlicher Rücksprache!
  2. Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nehmen Sie die vergessene Dosis so rasch wie möglich, es sei denn, die nächste Dosis ist schon fällig. Keine doppelte Dosis einnehmen. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihre Apotheke oder Ihren Arzt.
  3. Darf ich mit Valproinsäure Alkohol trinken?
    Alkohol ist in Kombination mit Valproinsäure nicht zu empfehlen, da Nebenwirkungen (Müdigkeit, Leberbelastung) verstärkt werden.
  4. Was tun bei Nebenwirkungen?
    Bei leichten Beschwerden (z. B. Übelkeit) hilft oft die Einnahme mit dem Essen. Bei starken oder unerwarteten Wirkungen (z. B. Hautausschlag, Bauchschmerzen, starke Müdigkeit) sofort einen Arzt kontaktieren.
  5. Darf ich Valproinsäure in der Schwangerschaft nehmen?
    Nur in streng ausgewählten Ausnahmefällen unter engmaschiger fachärztlicher Kontrolle. Valproinsäure kann schwere Schäden beim Ungeborenen verursachen. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

250mg, 500mg, 750mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill