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Zyprexa (Olanzapine)

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Zyprexa (Olanzapin) wird zur Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Störungen eingesetzt. Es hilft dabei, Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Stimmungsschwankungen zu lindern. Zyprexa wirkt, indem es das Gleichgewicht bestimmter Botenstoffe im Gehirn beeinflusst. Die Einnahme erfolgt in der Regel einmal täglich. Ihr Arzt entscheidet über die richtige Dosierung und überwacht die Behandlung sorgfältig, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Zyprexa (Olanzapin): Umfassende Patienteninformation für Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Olanzapin
Handelsnamen in Deutschland Zyprexa®, Olanzapin Hexal®, Olanzapin Teva®, Olanzapin Neuraxpharm® und weitere Generika
ATC-Code N05AH03
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Filmtabletten (2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg, 10 mg, 15 mg, 20 mg), Schmelztabletten, Injektionslösung (spezielle Klinik-Anwendung)
Hersteller Eli Lilly and Company, Hexal AG, Teva GmbH, Neuraxpharm Arzneimittel GmbH u.a.
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rx), Abgabe nur auf ärztliches Rezept gemäß Arzneimittelgesetz (AMG)

Wirkmechanismus (Einfach & Fachlich erklärt)

Laiengerecht: Olanzapin wirkt, indem es Botenstoffe im Gehirn beeinflusst. Es hilft dabei, das Gleichgewicht von unterschiedlichen Substanzen (z. B. Dopamin und Serotonin) wiederherzustellen. Dadurch werden Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder schwere Stimmungsschwankungen gelindert.
Für Fachleute: Olanzapin ist ein atypisches Neuroleptikum. Es blockiert postsynaptische Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT2A-Rezeptoren im Zentralnervensystem, mit schwächer ausgeprägter Affinität zu weiteren Rezeptoren (Histamin-H1, Muskarin, adrenerg). Dadurch wird eine antipsychotische und stimmungsstabilisierende Wirkung erreicht.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Schnelle, gute Aufnahme nach oraler Gabe (~60 % Bioverfügbarkeit)
  • Metabolisierung: In der Leber, hauptsächlich über CYP1A2 und CYP2D6
  • Elimination: Vorwiegend mit dem Urin und zu einem geringeren Teil über den Stuhl
  • Wirkdauer: Halbwertszeit ca. 33 Stunden; daher meist einmal tägliche Einnahme

Anwendung im Alltag & Praktische Hinweise für Patient:innen in Deutschland

  • Typische Dosierungen:
    • Startdosis meist 5–10 mg täglich
    • Individuelle Einstellung bis maximal 20 mg täglich
  • Wie wird Olanzapin eingenommen? Die Tablette wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt. Schmelztabletten lösen sich direkt im Mund auf.
  • Wichtige deutsche Hinweise: Die Einnahme sollte zur gleichen Tageszeit erfolgen. Viele Patient:innen bevorzugen die Einnahme am Abend, da ein beruhigender Effekt auftreten kann.
  • Regelmäßigkeit ist entscheidend: Möglichst keine Dosen vergessen. Bei Unsicherheiten Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder der Apotheke halten.

Einnahme: Morgens vs. Abends

  • Abends: Vorteilhaft bei beruhigendem Effekt und Schläfrigkeit. Bessere Verträglichkeit bei Schlafstörungen.
  • Morgens: Selten indiziert, nur wenn keine Tagesmüdigkeit auftritt.
  • Tipp: Eine feste Routine (z.B. immer nach dem Abendessen) hilft, Fehler zu vermeiden und die Wirkung zu optimieren.

Einnahme mit oder ohne Nahrung – Besonderheiten bei deutscher Ernährung

  • Olanzapin kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Die Wirkung wird durch das Essen nicht wesentlich beeinflusst.
  • Bei empfindlichem Magen kann die Einnahme nach dem Essen, z. B. nach einem typischen Abendbrot, die Verträglichkeit verbessern.
  • Keine Wechselwirkungen mit typischen deutschen Lebensmitteln wie Brot, Käse, Wurst, Kartoffeln o. ä.

Warnhinweise zu Wechselwirkungen

Wechselwirkungsfaktor Beschreibung
Alkohol Verstärkte sedierende Wirkung & Risiko für Koordinationsstörungen; Alkoholkonsum wird nicht empfohlen.
Nikotinkonsum Tabakrauchen kann den Olanzapin-Spiegel im Blut senken, wodurch die Wirksamkeit reduziert wird.
Weitere Medikamente Insbesondere zentral dämpfende Arzneimittel (z.B. Benzodiazepine), starke CYP1A2-Induktoren (z.B. Carbamazepin), Antidepressiva – Rücksprache mit dem Arzt vor jeder neuen Medikation!
Grapefruitsaft Bisher keine gesicherte Interaktion, trotzdem Vorsicht geboten bei regelmäßigem Verzehr – ggf. Rücksprache mit der Apotheke.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Indikation Offiziell in Deutschland Off-label
Schizophrenie (akut & chronisch)
Bipolare Störung (manische Episoden & Erhaltungstherapie)
Therapieresistente Depression (Zusatzmedikation)
Psychosen bei Parkinson

Dosierungen nach Indikation & Alter

Indikation/Gruppe Empfohlene Tagesdosis
Erwachsene (Schizophrenie) Start: 10 mg, Erhalt je nach Bedarf 5–20 mg
Bipolare Störung (Manie/Rezidivprophylaxe) Start: 10–15 mg, Erhalt 5–20 mg
Ältere Patient:innen (>65 Jahre) Start: 5 mg, langsame Dosissteigerung
Jugendliche (nur nach strenger Indikation, >13 Jahre) Start: 2,5–5 mg, max. 20 mg je nach Verträglichkeit

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

  • Sehr häufig (≥1/10): Gewichtszunahme, Schläfrigkeit, erhöhter Appetit
  • Häufig (≥1/100 bis <1/10): Erhöhte Blutfettwerte, erhöhter Blutzucker, Mundtrockenheit, Verstopfung, Bewegungsstörungen (z.B. Zittern)
  • Gelegentlich (<1/100): Blutbildveränderungen, Krampfanfälle, Leberwertanstieg
  • Sehr selten (<1/10.000): Malignes neuroleptisches Syndrom, schwere Allergien
  • Warnhinweise: Erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus und das metabolische Syndrom (regelmäßige Kontrolle durch Arzt/in empfohlen), erhöhte Sturzneigung bei älteren Patient:innen

Richtige Anwendung – Ratschläge aus der Apotheke & Klinik

  • Dosis nicht eigenständig ändern oder absetzen – immer Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt halten
  • Regelmäßige ärztliche Kontrollen (Blutwerte, Gewicht, Blutzucker, Blutdruck)
  • Auf Zeichen von Nebenwirkungen achten (starke Müdigkeit, Bewegungsstörungen, starke Gewichtszunahme) und frühzeitig melden
  • Olanzapin nie gemeinsam mit Alkohol einnehmen
  • Informieren Sie Apotheker:in oder Arzt/Ärztin bei jeder neuen Medikation oder Änderung des Lebensstils (z. B. Raucherstatus)
  • Kühler, lichtgeschützter Ort, außerhalb der Reichweite von Kindern

Alternativen – Kassenübernahme und Vergleich

  • Weitere Neuroleptika: Risperidon, Quetiapin, Aripiprazol, Amisulprid (Kassenleistung / GKV erstattungsfähig)
  • Vorzüge Olanzapin: Gute antipsychotische und stimmungsstabilisierende Wirkung, bewährt bei therapieresistenten Verläufen
  • Nachteile im Vergleich: Höheres Risiko für Gewichtszunahme und metabolische Veränderungen als Aripiprazol oder Amisulprid
  • Alternative Elemente (nicht-medikamentös): Psychoedukation, Psychotherapie, Soziotherapie – auch diese werden oft von Kassen unterstützt

Rechtliche, Zulassungs- & Erstattungsbedingungen in Deutschland

  • Zulassung (BfArM): Olanzapin ist in Deutschland vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Indikationen Schizophrenie und bipolare Störung zugelassen
  • Rezeptpflicht: Nur auf gültigem Kassen- oder Privatrezept erhältlich
  • Kassenpflicht: Olanzapin (Original & Generika) wird generell von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen
  • Arzneimittelregulierung: Unterliegt in Deutschland dem Arzneimittelgesetz (AMG) und der Verschreibungsverordnung (AMVV)

Neueste Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • S3-Leitlinien Schizophrenie und bipolare Störung (AWMF, Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, 2023): Olanzapin empfohlen bei Akuttherapie und Erhaltung, besonders bei non-Compliance Gefahr
  • Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS): Olanzapin ist eine der bevorzugten Optionen für manische Episoden
  • Neue internationale Metaanalysen (z.B. Lancet Psychiatry 2023): Olanzapin zeigt hohe Wirksamkeit, aber Vorsicht bei metabolischem Risiko
  • Praktischer Hinweis: Dosismodifikationen bei Rauchstopp oder Gewichtszunahme werden zunehmend empfohlen (Quellen: AWMF 038-009, 2023; DGPPN 2024)

Verfügbarkeit & Liefersituation

Packungsgröße Inhalt (Tabletten) Richtpreis (GKV) Lieferzeit (Berlin) Lieferzeit (München) Lieferzeit (Hamburg)
Kleine Packung 14 ca. 18 € (Generikum) 24 h 1-2 Tage 24 h
Standardpackung 28 ca. 32 € (Original), ca. 23 € (Generikum) 24 h 1-2 Tage 24 h
Großpackung 98 ca. 95 € (Original), ca. 69 € (Generikum) 2-4 Tage 2-4 Tage 2-4 Tage
  • Olanzapin-Präparate sind in fast allen deutschen Apotheken verfügbar. Bei Lieferengpässen wird unkompliziert auf ein Alternativpräparat umgestellt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen von Patient:innen

  1. Macht Olanzapin abhängig?
    Nein, Olanzapin hat kein Abhängigkeitspotenzial. Ein abruptes Absetzen kann jedoch Beschwerden verursachen (z. B. Übelkeit, Schlafprobleme). Immer ausschleichend und nach ärztlicher Rücksprache absetzen!
  2. Darf ich während der Einnahme von Olanzapin Auto fahren?
    Zu Beginn und bei Dosiserhöhung kann Schläfrigkeit auftreten. Deshalb anfangs und bei Änderung der Dosis kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Bei stabiler Langzeiteinnahme klärt Sie Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber auf.
  3. Was kann ich gegen Gewichtszunahme tun?
    Gesunde, ausgewogene Ernährung (viel Gemüse, Obst, weniger Zucker und Fett) und regelmäßige Bewegung sind entscheidend. Ihr Arzt/Ihre Ärztin unterstützt Sie ggf. durch Überweisungen zu Ernährungsberatung.
  4. Wie gehe ich mit vergessenen Dosen um?
    Die vergessene Dosis sobald wie möglich nachholen. Ist schon fast Zeit für die nächste Dosis, nur diese reguläre Einnahme fortsetzen – keine doppelte Dosis nehmen!
  5. Kann ich Olanzapin in der Schwangerschaft / Stillzeit nehmen?
    Olanzapin ist nicht die erste Wahl. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung durch Ihre Facharztpraxis (Psychiatrie/Gynäkologie) ist unerlässlich.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

2,5mg, 5mg, 7,5mg, 10mg, 15mg, 20mg

Paket: No selection

10 pill, 30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill