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Dostinex (Cabergoline)

€67.76

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Dostinex enthält den Wirkstoff Cabergolin und wird zur Behandlung eines erhöhten Prolaktinspiegels im Blut eingesetzt. Ein zu hoher Prolaktinwert kann bei Frauen Zyklusstörungen oder Milchfluss verursachen und bei Männern zu Potenzstörungen führen. Dostinex hilft, den Prolaktinspiegel zu senken und Beschwerden zu lindern. Bitte nehmen Sie das Medikament genau nach Anweisung Ihres Arztes ein und besprechen Sie mögliche Nebenwirkungen oder Fragen mit ihm.

Dostinex® (Cabergolin): Umfassende Patienteninformation für Deutschland

Basisinformationen zum Produkt

Wirkstoff (INN) Cabergolin
Handelsnamen in Deutschland Dostinex®, Cabaser®
ATC-Code G02CB03
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Tabletten zu 0,5 mg, teilbar; selten 1 mg
Hersteller Pfizer Pharma GmbH, weitere Generikahersteller
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig gemäß Arzneimittelgesetz (AMG)

Wirkmechanismus

Für Patientinnen und Patienten:
Cabergolin gehört zur Gruppe der Dopamin-Agonisten. Es wirkt, indem es die Ausschüttung des Hormons Prolaktin im Gehirn senkt. Ein hoher Prolaktinspiegel kann zu Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit, Galaktorrhoe (Milchfluss) sowie sexuellen Problemen führen.
Für Fachpersonal:
Cabergolin bindet selektiv an D2-Dopaminrezeptoren im Hypophysenvorderlappen und inhibiert dort effektiv die Prolaktinsekretion. Zusätzliche Wirkung auf motorische Kontrolle (bei M. Parkinson off-label) kommt durch zentrale D2-Rezeptorstimulation zustande.

Pharmakokinetik (Wirkung im Körper)

  • Resorption: Anfangs rasche Aufnahme im Magen-Darm-Trakt, Bioverfügbarkeit ca. 60 %
  • Verteilung: Gute Gewebeverteilung, geringe Durchdringung der Blut-Hirn-Schranke
  • Stoffwechsel: Überwiegend in der Leber (CYP3A4-vermittelt), keine aktiven Metabolite
  • Ausscheidung: Hauptroute über die Gallenwege und Peristaltik (Fäzes), bis zu 22 % über die Nieren (Urin)
  • Halbwertszeit: Etwa 63 bis 68 Stunden, daher Wirkdauer oft mehrere Tage

Anwendung im Alltag & Einnahmeempfehlungen in Deutschland

  1. Tabletten nur nach Verordnung durch Ihre(n) Ärztin/Arzt einnehmen.
  2. Typische Anfangsdosis bei Hyperprolaktinämie: 0,5 mg pro Woche, verteilt auf 1–2 Gaben. Steigerung je nach Wirkung um 0,5 mg/Woche, maximal 2 mg/Woche (in Ausnahmefällen bis 4,5 mg/Woche).
  3. Tabletten können geteilt werden.
  4. Wöchentliche Kontrolle des Prolaktinspiegels und Symptome.
    Hinweis: Regelmäßige ärztliche Nachkontrollen sind in Deutschland verpflichtend!
  5. Dauertherapie häufig über Monate bis Jahre.

Einnahme morgens vs. abends

  • Morgens: Günstig bei Tagesaktivität, aber gelegentlich Müdigkeit am Tag.
  • Abends: Vorteil bei Schwindel oder Übelkeit – Nebenwirkungen beeinflussen weniger den Alltag.
  • Erfahrungsgemäß raten viele deutsche Ärztinnen/Ärzte zur Einnahme abends nach einer kleinen Mahlzeit.
  • Tipp zur Regelmäßigkeit: Immer am selben Wochentag und zur gleichen Uhrzeit einnehmen, Erinnerungsfunktion im Handy nutzen!

Einnahme mit oder ohne Nahrung

Cabergolin kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Bei Einnahme mit Nahrung – insbesondere mit einer kleinen, fettarmen deutschen Hausmannskost – werden mögliche Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit) oft verringert. Auf üppige, fettreiche oder sehr schwere Kost sollte am Einnahmetag verzichtet werden.

Wechselwirkungen und Warnhinweise

Wechselwirkender Stoff/Gruppe Beispielpräparate Empfohlene Maßnahmen
Blutdrucksenker Ramipril, Bisoprolol Regelmäßige Blutdruckkontrolle
Dopaminantagonisten Metoclopramid, Domperidon, Haloperidol Vermeiden, da Wirkung abgeschwächt werden kann
Makrolidantibiotika Erythromycin Dosisanpassung oder alternative Antibiotika erwägen
Alkohol alle Verstärkte zentrale Nebenwirkungen – Alkohol meiden

Indikationen

Indikation Status Kurzbeschreibung
Hyperprolaktinämie Zugelassen Zu hoher Prolaktinspiegel, z. B. durch Prolaktinom
Parkinson-Krankheit Off-Label Einsatz nur bei Experten nach Rücksprache
Stillhemmung („Abstillen“) Zugelassen Zur Unterdrückung der Milchbildung, z. B. nach Totgeburt
Akromegalie Selten Off-Label In Kombination mit anderen Arzneien, nur Fachbereich Endokrinologie

Dosierung nach klinischer Indikation

Indikation Erwachsene Pädiatrie Senioren
Hyperprolaktinämie 0,5–2 mg/Woche (meist 0,5–1 mg aufgeteilt) Keine Zulassung, Off-Label nur Fachbereich Wie Erwachsene, jedoch vorsichtiges Auftitrieren
Stillhemmung Einmalig 1 mg zur Geburt oder 0,25 mg alle 12 h (2×) Keine Anwendung empfohlen Wie Erwachsene
Parkinson (Off-Label) 1–4 mg/Woche, einschleichend Keine Empfehlung Startdosis geringer, engmaschige Überwachung!

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, Kopfschmerzen
  • Häufig: Schwindel, Blutdruckabfall, Schlafstörungen, depressive Verstimmung
  • Gelegentlich: Sehstörungen, Brustschmerzen, Ödeme
  • Selten: Herzklappenveränderungen (kontrollpflichtig!), Psychosen
  • Warnhinweis: Langzeittherapie kann zu Fibrose (Bindegewebsvermehrung, z. B. Herzklappen) führen – ECHO-Kontrolle alle 6–12 Monate empfohlen laut Leitlinien DGE und EMA.

Richtige Anwendung: Was Sie beachten sollten

  1. Tablette immer ganz oder geteilt mit Wasser schlucken, nicht zerkauen oder lutschen.
  2. Bei Übelkeit Tablette zu einer kleinen, leichten Mahlzeit einnehmen.
  3. Blutdruck insbesondere zu Beginn der Therapie regelmäßig messen (mittlerweile in vielen Apotheken und durch Hausarzt möglich).
  4. Nebenwirkungen oder Veränderungen des Befindens frühzeitig ärztlich abklären lassen.
  5. Vor Fahrtüchtigkeit und Maschinenarbeit individuelle Verträglichkeit prüfen.
  6. Regelmäßige kardiologische Kontrolle (Herzklappen-Screening per ECHO) bei Langzeitanwendung.
  7. In Schwangerschaft und Stillzeit nicht ohne Rücksprache mit Gynäkologin anwenden!

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

  • Bromocriptin (z. B. Pravidel®): Gut erprobt, preiswerter (GKV erstattet), häufiger Nebenwirkungen (Übelkeit, Blutdruckabfall).
  • Quinagolid (Norprolac®): Ähnliche Wirkung, manchmal besser verträglich, aber seltener eingesetzt.
  • Operative Entfernung bei Tumoren: Nur bei therapieresistentem Prolaktinom, spez. Zentren.
  • Vorteile Dostinex®: Längere Wirkdauer (1–2 Mal pro Woche), weniger gastrointestinale Nebenwirkungen, hohe Wirksamkeit.
  • Nachteile: Höherer Preis, potentielle Langzeitrisiken (Herzklappenfibrose).

Rechtliche, Registrierungs- und Erstattungsfragen in Deutschland

  • Cabergolin ist in Deutschland seit 1993 zugelassen (BfArM, Europäische Arzneimittelagentur - EMA).
  • Nur apothekenpflichtig und verschreibungspflichtig laut § 48 AMG.
  • Erstattungen durch alle gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bei zugelassener Indikation.
  • Privatversicherte und Beihilfe: Erstattung üblicherweise gewährleistet, bei Off-Label-Anwendung Rücksprache mit der Kasse empfehlenswert.
  • Nach dem aktuellen Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) erfolgt keine Einschränkung der Verordnung.

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) 2023 empfiehlt Dostinex® als Mittel der ersten Wahl bei Hyperprolaktinämie (schneller und stärker wirksam als Bromocriptin; Herzklappenüberwachung weiterhin essentiell) (siehe DGE-Leitlinie, Update 2023).
  • Die EMA-Sicherheitsmitteilung 2023 unterstreicht die Notwendigkeit regelmäßiger kardiologischer Kontrollen.
  • In der ENETS/European Reference Network (2024) bestätigt sich der Stellenwert von Dopamin-Agonisten bei Prolaktinomen.
  • Neue Übersicht (Rostock, 2024): Anwendungsstudien zeigen weiterhin geringes Risiko für Psychosen im Langzeitverlauf bei fachgerechter Überwachung.

Verfügbarkeit und Lieferung

PZN Packsung Unverbindlicher Apothekenpreis Lieferzeit (Berlin) Lieferzeit (München) Lieferzeit (Hamburg)
02594392 2 × 0,5 mg Tabletten ca. 26 € 24 Stunden 24 Stunden 24 Stunden
02594386 8 × 0,5 mg Tabletten ca. 52 € 24–48 Stunden 24–48 Stunden 24–48 Stunden
Generika (versch. Hersteller) ab 18 € 24–72 Stunden 24–72 Stunden 24–72 Stunden

Lieferzeiten hängen von der Lagerverfügbarkeit und Versandoption der jeweiligen Apotheke ab (Stand: Juni 2024).

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Dostinex® (Cabergolin)

  1. Kann ich Dostinex® eigenständig absetzen?
    Nein. Ein plötzliches Absetzen kann einen Rebound des Prolaktinspiegels und erneut Beschwerden verursachen. Das Ausschleichen muss immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
  2. Darf ich während der Dostinex®-Therapie Alkohol trinken?
    Alkohol kann die Nebenwirkungen insbesondere auf das zentrale Nervensystem (Konzentrationsstörungen, Schwindel) verstärken. Es wird empfohlen, während der Behandlung vollständig auf Alkohol zu verzichten.
  3. Kann Dostinex® während der Schwangerschaft eingenommen werden?
    Eine Einnahme ist in der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, eine Fortsetzung ist medizinisch zwingend erforderlich. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung ist zwingend von der betreuenden Gynäkologin bzw. Endokrinologin vorzunehmen.
  4. Beeinflusst Dostinex® meine Fruchtbarkeit?
    Ja, insbesondere Frauen kann die Behandlung zu einer Normalisierung des Prolaktinspiegels führen und damit die Fruchtbarkeit erhöhen. Bei Kinderwunsch bitte mit der Ärztin besprechen.
  5. Welche Kontrollen sind bei Langzeitanwendung notwendig?
    Empfohlen sind regelmäßige kardiologische Untersuchungen (v. a. Herzultraschall), Blutbild und Leberwerte alle 6–12 Monate.

Hinweis: Dieses Informationsangebot ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Dosierung, Verträglichkeit oder bestehenden Gesundheitsproblemen wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt oder lassen Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort beraten.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0,25mg, 0,5mg

Paket: No selection

8 pill, 12 pill, 16 pill, 20 pill, 32 pill