Cialis Strong Pack-30 – Umfassende Produktbeschreibung für Deutschland
Grundlegende Produktinformationen
- Wirkstoff (INN): Tadalafil
- Handelsnamen in Deutschland: Cialis®, Tadalafil Generika
- ATC-Code: G04BE08
- Verfügbare Formen und Stärken: Filmtabletten zu 5 mg, 10 mg, 20 mg pro Tablette
- Hersteller: Lilly Deutschland GmbH, diverse Generikaanbieter
- Verschreibungsstatus: Rezeptpflichtig nach § 48 AMG
| Darreichungsform | Stärken (mg) | Packungsgrößen |
| Filmtabletten | 5, 10, 20 | 8, 28, 30, 60 Stück |
Wirkmechanismus von Tadalafil
Einfach erklärt: Cialis wirkt, indem es bestimmte Enzyme im Körper hemmt (vor allem PDE-5). Dies fördert die Durchblutung des Penis während sexueller Erregung und unterstützt dadurch eine anhaltende Erektion. Es hilft also beim Umgang mit Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion).
Für Fachkreise: Tadalafil ist ein selektiver, reversibler PDE-5-Hemmer. Durch Hemmung der Phosphodiesterase Typ 5 wird der Abbau von cGMP im Corpus cavernosum verhindert, was eine verstärkte glatte Muskelrelaxation und ein erhöhtes Blutangebot zur Folge hat.
Pharmakokinetik
- Resorption: Schnelle Aufnahme, maximale Plasmakonzentration in ca. 2 Stunden nach Einnahme.
- Metabolismus: Überwiegend hepatisch durch CYP3A4
- Elimination: Vorwiegend über Fäzes, teils renal
- Halbwertszeit: ca. 17,5 Stunden (längste Wirkungsdauer unter PDE-5-Hemmern)
- Wirkdauer: Bis zu 36 Stunden nach Tabletteneinnahme („Wochenend-Pille“)
Anwendung im Alltag & Einnahmetipps
In Deutschland wird Tadalafil häufig bei Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) eingesetzt. Die empfohlene Dosis beträgt in der Regel 10 oder 20 mg als Bedarfseinnahme, etwa 30–60 Minuten vor sexuellem Kontakt. Alternativ existiert eine niedrig dosierte Dauermedikation (5 mg einmal täglich).
- Bedarfsmedikation: 10–20 mg, mindestens 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr.
- Tägliche Einnahme: 5 mg vorzugsweise zur gleichen Tageszeit, ohne Bezug zum Geschlechtsverkehr.
- Regelmäßige Einnahme verbessert die spontane Sexualität und wird bei einem aktiven Lebensstil bevorzugt.
- Keine Anwendung für Frauen oder Jugendliche unter 18 Jahren gemäß Zulassung.
Wann einnehmen? – Morgens vs. Abends
- Morgens: Praktisch für Patienten mit regelmäßigem Lebensstil. Vorteile: Flexibilität für spontane Intimität tagsüber.
- Abends: Empfohlen, wenn sexuelle Aktivität typischerweise abends stattfindet. Hilft, mögliche Nebenwirkungen nachts zu „verschlafen“ (z.B. Rückenschmerz, Kopfschmerz).
- Empfehlung: Tägliche Einnahme möglichst zur selben Uhrzeit!
Einnahme mit oder ohne Nahrung
- Tadalafil kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
- Deutsche Ernährungsgewohnheiten (z. B. deftiges Abendessen) nehmen keinen relevanten Einfluss auf die Wirkung – große, fettreiche Mahlzeiten können jedoch die Aufnahme verzögern.
- Ein Glas Wasser zur Einnahme wird empfohlen.
Interaktionswarnungen
| Interaktionspartner | Mögliche Wirkung | Empfehlung |
| Nitrate (z. B. Nitroglycerin) | Starke Blutdrucksenkung, Lebensgefahr | Absolut kontraindiziert! |
| Alkohol | Verstärkte Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck) | Nur in geringer Menge konsumieren |
| Blutdrucksenker (Alpha-Blocker, Antihypertensiva) | Verstärkte Blutdrucksenkung | Nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden |
| CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Ritonavir) | Erhöhte Tadalafil-Plasmaspiegel | Dosisanpassung notwendig |
| Grapefruitsaft | Kann Wirkung verstärken | Vermeidung empfohlen |
Indikationen
| Indikation | Zulassung in Deutschland | Kommentar |
| Erektile Dysfunktion | Ja | Standardtherapie |
| Benigne Prostatahyperplasie (BPH) | Ja | 5 mg täglich, auch im Off-Label-Gebrauch |
| Lungenarterielle Hypertonie | Nein (Spezialpräparat erforderlich) | Nur unter Fachaufsicht – andere Dosierung |
Dosierung nach Indikation
| Indikation | Erwachsene | Ältere Patienten (≥65 Jahre) | Kinder/Jugendliche |
| Erektile Dysfunktion | 10–20 mg p. Bedarf oder 5 mg/Tag | Wie Erwachsene; ggf. niedrig starten | Keine Zulassung |
| BPH | 5 mg täglich | Wie Erwachsene | Keine Zulassung |
Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Kopfschmerzen, Dyspepsie
- Häufig: Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Nasenverstopfung, Gesichtsrötung, Schwindel
- Gelegentlich: Palpitationen, erhöhte Pulsfrequenz, Augenschmerzen, verschwommenes Sehen
- Selten: Priapismus (dauerhafte Erektion), plötzlicher Sehverlust, schwere allergische Reaktion
- Kontraindikationen: Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gleichzeitige Einnahme von Nitraten, schwere Leber- oder Niereninsuffizienz
| Häufigkeit | Beispielhafte Nebenwirkungen |
| Sehr häufig | Kopfschmerzen, Magenbeschwerden |
| Häufig | Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Schwindel |
| Gelegentlich | Herzklopfen, Gesichtsrötung, verschwommenes Sehen |
| Selten | Priapismus, allergische Reaktionen |
Richtige Anwendung – Tipps aus der Apotheke
- Vor der ersten Einnahme mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten und eine Rezeptverschreibung sichern.
- Tablette unzerkaut mit Wasser einnehmen; nicht zerbrechen oder kauen.
- Keine gleichzeitige Anwendung mit anderen potenzsteigernden Mitteln.
- Medikationsplan bei chronischen Erkrankungen besprechen (z.B. Blutdruck, Diabetes).
- Im Zweifelsfall Beratung durch den Apotheker oder Urologen in Anspruch nehmen.
- Nicht zur Anwendung bei Frauen oder Minderjährigen.
Alternativen zur Therapie
| Arzneimittel (Handelsname, INN) | Vorteile | Nachteile | Kostenübernahme (NFZ) |
| Viagra® (Sildenafil) | Schneller Wirkungseintritt | Kürzere Wirkdauer (4–6 Std.) | Selten, meist Selbstzahler |
| Levitra® (Vardenafil) | Wirkung nach fettreichen Mahlzeiten weniger beeinträchtigt | Kürzere Wirkdauer (bis 8 Std.) | Selbstzahler |
| Spedra® (Avanafil) | Sehr schneller Wirkungseintritt (ca. 15–30 Min.) | Wirkung hält ca. 6 Std. | Selbstzahler |
| Psychosexuelle Therapie, Penispumpe | Keine systemischen Nebenwirkungen | Kosten, Akzeptanz erschwert | In Einzelfällen durch NFZ |
| Testosteron-Präparate (bei Mangel) | Falls Indikation besteht, ursächliche Therapie | Nur bei diagnostiziertem Hypogonadismus | Rezept, ggf. Kasse |
Rechtlicher Status in Deutschland
- Registriert und zugelassen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
- Verschreibungspflicht: In Deutschland nur mit gültigem ärztlichen Rezept erhältlich
- Kostenübernahme durch GKV (z.B. NFZ): In der Regel nicht (in Ausnahmefällen, z.B. nach radikaler Prostatektomie und medizinischer Begründung)
- Abgabe nur in Apotheken gem. § 48 und § 43 AMG
Neueste Forschung und Leitlinien (2022–2025)
- Laut Deutscher Gesellschaft für Urologie (DGU, S3-Leitlinie 2023) sind PDE-5-Hemmer weiterhin Erstlinientherapie für ED.
- Studien (u.a. European Urology 2022) belegen inzwischen einen Zusatznutzen der täglichen Low-Dose-Gabe (5 mg), u.a. für spontane Sexualität.
- Internationale Metaanalysen (2024) bestätigen gute Verträglichkeit im Langzeitgebrauch – z.B. Vorteile von Tadalafil bei ED in Kombination mit BPH.
Verfügbarkeit und Lieferung
Cialis Strong Pack-30 ist in den meisten deutschen Apotheken dauerhaft verfügbar. Auch Versandapotheken bieten das Produkt an.
| Packungsgröße | empf. Apothekenpreis* | Lieferung (Stadt) | Lieferzeit |
| 30 Tabletten à 20 mg | ca. € 230–260 | Berlin, Hamburg, München, Köln | 24–48 Std. (Express), 2–3 Werktage (Standard) |
| 28 Tabletten à 5 mg | ca. € 125–140 | Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf | 24–48 Std. (Express), 2–3 Werktage (Standard) |
*Stand: 2024, Preise variieren je nach Apotheke und Region.
FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen
- Wie lange wirkt Cialis tatsächlich?
Klinische Daten bestätigen eine Wirkdauer von bis zu 36 Stunden nach Einnahme, in seltenen Fällen auch länger. - Kann ich Cialis mit Alkohol nehmen?
In geringen Mengen ja, aber größere Mengen Alkohol können die Wirksamkeit mindern und Nebenwirkungen verstärken. - Wie kann ich mit Cialis spontan bleiben?
Besonders niedrig dosiertes, täglich eingenommenes Tadalafil ermöglicht weitgehende Spontaneität im Alltag. - Kann ich Cialis zusammen mit meinen Herzmedikamenten einnehmen?
Bei Nitraten oder bestimmten Blutdrucksenkern besteht eine absolute Gegenanzeige – bitte immer mit dem Arzt abklären! - Beteiligt sich meine Krankenkasse an den Kosten?
In der Regel müssen Sie die Kosten selbst tragen. Nur sehr selten gibt es Ausnahmen – beraten Sie sich hierzu mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse.