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Aceon (Perindopril)

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Aceon (Perindopril) ist ein blutdrucksenkendes Medikament aus der Gruppe der ACE-Hemmer. Es wird angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz und kann dabei helfen, das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall zu senken. Ihr Arzt legt die richtige Dosierung individuell fest. Nehmen Sie das Arzneimittel regelmäßig ein und beachten Sie die ärztlichen Anweisungen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Aceon® (Perindopril) – Umfassende Patienteninformation

Basisinformationen zum Produkt

Wirkstoff (INN) Perindopril
Handelsnamen in Deutschland Aceon®, Coversum®, Perindopril-ratiopharm®, PerindoHEXAL®, Perindopril-TEVA®
ATC-Code C09AA04
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Tabletten: 2 mg, 4 mg, 8 mg
Hersteller Servier Deutschland GmbH, ratiopharm GmbH, HEXAL AG, TEVA GmbH u.a.
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig

Wirkmechanismus

Für Patienten einfach erklärt: Perindopril ist ein sogenannter ACE-Hemmer und hilft, den Blutdruck zu senken. Es wirkt, indem es bestimmte Stoffe blockiert, die die Blutgefäße verengen. Dadurch werden diese Gefäße weitgestellt und das Herz muss weniger stark arbeiten.

Für Spezialisten: Perindopril wird als Prodrug verabreicht und im Körper zu Perindoprilat hydrolysiert. Es hemmt die Angiotensin-Converting-Enzym-Aktivität, verhindert so die Umwandlung von Angiotensin I zu Angiotensin II, reduziert den peripheren Gefäßwiderstand und fördert die Natriurese.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Bioverfügbarkeit ca. 65%, maximale Plasmakonzentration nach 3-4 Stunden
  • Metabolisierung: Leber (Hydrolyse zu Perindoprilat)
  • Elimination: Hauptsächlich renal, Eliminationshalbwertszeit 3-5 Stunden (aktive Metabolite ca. 25 Stunden)
  • Wirkdauer: Antihypertensive Wirkung hält 24 Stunden bei Gabe einmal täglich an

Anwendung im Alltag und Best Practices (Deutschland)

  • Gewöhnlich einmal täglich einzunehmen – am besten regelmäßig zur gleichen Tageszeit
  • Dosisanpassung durch Arzt bei Nierenfunktionsstörungen oder älteren Patienten
  • Nicht absetzen ohne Rücksprache mit dem Arzt – auch wenn Sie sich wohlfühlen!
  • Tabletten unzerkaut mit etwas Wasser schlucken
  • Routinemäßige Blutdruckkontrolle und gegebenenfalls Blutuntersuchungen in ärztlicher Begleitung

Morgens oder abends einnehmen?

Die Einnahme von Perindopril kann sowohl am Morgen als auch am Abend erfolgen.

  • Vorteile morgens: Einfach in die Alltagsroutine einzubinden; Blutdruckkontrolle tagsüber
  • Vorteile abends: Kann zur besseren Blutdruckkontrolle in der Nacht beitragen (bei nächtlicher Hypertonie nach ärztlicher Rücksprache)
  • Tipp: Regelmäßigkeit ist wichtiger als die genaue Uhrzeit. Finden Sie eine Tageszeit, die für Sie einfach einzuhalten ist.

Einnahme mit oder ohne Nahrung (deutsche Ernährungsgewohnheiten)

Perindopril sollte idealerweise vor einer Mahlzeit eingenommen werden, vorzugsweise morgens vor dem Frühstück. Die Nahrungsaufnahme kann die Aufnahme verringern; daher empfiehlt sich die Einnahme auf nüchternen Magen mit einem Glas Wasser. Bei typisch deutschem Frühstück (Brot, Brötchen, Aufschnitt) ist auf mindestens 30 Minuten Abstand zur Tabletteneinnahme zu achten.

Wechselwirkungswarnungen

Substanz/Einflussfaktor Mögliche Auswirkung
Kaliumsparende Diuretika (z.B. Spironolacton) Erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie
NSAR (z.B. Ibuprofen, Diclofenac) Abschwächung der antihypertensiven Wirkung; Nierenfunktionsstörungen möglich
Alkohol Verstärkte Blutdrucksenkung, Schwindel
Lithium Erhöhtes Risiko für Lithium-Toxizität
Kaliumhaltige Präparate/Nahrungsergänzungsmittel Hyperkaliämie-Gefahr
Andere Antihypertensiva Verstärkte Blutdrucksenkung

Anwendungsgebiete (offizielle und Off-Label)

Indikation Genehmigung/Besonderheiten
Essenzielle Hypertonie (Bluthochdruck) Zugelassene Hauptindikation
Chronische Herzinsuffizienz Zugelassen, meist in Kombinationstherapie
Stabile KHK (sekundäre Prävention nach Myokardinfarkt) Zugelassen, insbesondere bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren
Diabetische Nephropathie Off-Label, aufgrund nephroprotektiver Wirkung

Dosierung gemäß Indikation (Erwachsene, Kinder, Ältere)

Indikation Erwachsene Ältere Kinder/Jugendliche
Hypertonie 2-4 mg initial, Erhöhung auf bis 8 mg/Tag möglich Start mit 2 mg, langsam titrieren Wenig Daten, nicht regelmäßig empfohlen
Herzinsuffizienz 2 mg initial, max. 4 mg/Tag 1 mg initial, vorsichtige Steigerung Keine reguläre Anwendung
KHK 2 mg initial, Steigerung auf 8 mg möglich Start mit 2 mg, Steigerung nach Kontrolle Keine reguläre Anwendung

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Häufigkeit Typische Nebenwirkungen Hinweise/Besondere Warnungen
Sehr häufig/Häufig Reizhusten, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden Meist zu Therapiebeginn; Husten typisch für ACE-Hemmer
Gelegentlich Hautausschlag, Nierenfunktionsstörung, niedriger Blutdruck Regelmäßige Nierenkontrolle empfohlen
Selten/Sehr selten Angioödem (Gesicht-Schwellung), Leberfunktionsstörung, Blutbildveränderungen Akutfall – sofort Arzt aufsuchen!

Hinweise zur richtigen Anwendung

  • Tabletten vor dem Essen mit Wasser einnehmen
  • Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Keine plötzliche Selbstabsetzung – Risiko für Blutdruckentgleisung
  • Blutdruckwerte regelmäßig dokumentieren
  • Laborkontrollen (Elektrolyte, Nierenfunktion) durch Hausarzt oder Kardiologen
  • Bei Schwellungen im Gesicht, Atemnot oder anhaltendem Husten sofort medizinische Hilfe aufsuchen
  • Informieren Sie Ihren Arzt über alle weiteren eingenommenen Medikamente

Alternative Behandlungsoptionen (in Deutschland erstattungsfähig)

  • Andere ACE-Hemmer: Ramipril, Enalapril, Lisinopril – ähnliche Wirkung, unterschiedliche Dosierungen/Verträglichkeiten
  • AT1-Rezeptorblocker (Sartane): Candesartan, Valsartan – gut verträglich bei ACE-Hemmer-Unverträglichkeit, kein Husten
  • Calciumantagonisten: Amlodipin, Felodipin – besonders bei isolierter systolischer Hypertonie effektiv
  • Thiaziddiuretika: Hydrochlorothiazid, Chlortalidon – meist als Kombinationstherapie, Nebenwirkung Elektrolytverlust
  • Alle genannten Präparate sind grundsätzlich von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland erstattungsfähig.

Rechtsstatus, Zulassung und Erstattung in Deutschland

  • Zugelassen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
  • Rezeptpflichtig gemäß § 48 Arzneimittelgesetz (AMG)
  • Erstattung durch alle gesetzlichen Krankenkassen (GKV)
  • Festbetragsregelung: ggf. kleine Zuzahlung je nach Präparat
  • OTC nicht erhältlich; Anwendung nur nach ärztlicher Verordnung

Aktuelle Forschung und Leitlinien (2022–2025)

  • Empfehlung in den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) für Bluthochdruck und Herzinsuffizienz
  • Hoher Evidenzgrad für Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Hypertonikern (siehe ESC 2023)
  • Meta-Analysen zeigen gute Wirksamkeit auch bei älteren Patienten
  • Off-Label-Vorteile bei Nierenerkrankungen unter Studienbeobachtung (z.B. EMPEROR-Preserved-Studie 2022)

Verfügbarkeit, Packungsgrößen und Hinweise zur Lieferung

Packungsgröße Tabletten pro Packung Richtpreis (GKV) Lieferzeit (Beispiel Großstädte)
Klein 30 ca. 18–24 € 1 Tag (Berlin, Hamburg, München)
Mittel 90 ca. 48–55 € 1–2 Tage (Köln, Frankfurt)
Groß 100 ca. 50–60 € 2 Tage (Leipzig, Stuttgart)

Die genannten Preise dienen als Richtwert und können je nach Apotheke leicht variieren. Versandapotheken liefern in der Regel innerhalb von 1–2 Werktagen deutschlandweit.

FAQ – Häufige Patientenfragen

  • Kann ich Alkohol trinken, während ich Perindopril einnehme?
    Möglich, jedoch sollte übermäßiger Alkoholkonsum vermieden werden, da dieser die blutdrucksenkende Wirkung verstärken und Schwindel auslösen kann. Klären Sie Ihre individuelle Situation mit einem Arzt.
  • Darf ich Perindopril während der Schwangerschaft einnehmen?
    Nein. ACE-Hemmer wie Perindopril sind während Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung, falls Sie schwanger werden.
  • Ich habe dauerhaft trockenen Husten – was tun?
    Ein trockener Husten ist eine häufige Nebenwirkung von ACE-Hemmern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen Wechsel auf einen anderen Wirkstoff (z.B. Sartane).
  • Muss ich Perindopril mein ganzes Leben lang nehmen?
    In der Regel erfolgt eine dauerhafte Therapie, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu senken. Änderungen erfolgen ausschließlich nach ärztlicher Anordnung.
  • Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nehmen Sie die vergessene Dosis sobald wie möglich nach. Liegt die nächste Einnahme schon kurz bevor, überspringen Sie die vergessene Tablette und fahren mit dem gewohnten Rhythmus fort. Niemals eine doppelte Dosis einnehmen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

2mg, 4mg, 8mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill