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Requip (Ropinirole)

€24.32

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Requip (Wirkstoff: Ropinirol) wird zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und des Restless-Legs-Syndroms eingesetzt. Es hilft, Bewegungsstörungen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Requip wirkt, indem es bestimmte Botenstoffe im Gehirn beeinflusst. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt. Bitte nehmen Sie das Medikament regelmäßig ein und beachten Sie mögliche Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit oder Übelkeit. Sprechen Sie bei Fragen mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Requip® (Ropinirol): Umfassende Patienteninformation für Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Ropinirol
Handelsnamen in Deutschland Requip®, Ropinirol-neuraxpharm®, Ropinirol-1A Pharma®, Ropinirol-TEVA®
ATC-Code N04BC04
Verfügbare Darreichungsformen/Stärken Filmtabletten (0,25 mg, 0,5 mg, 1 mg, 2 mg, 5 mg); Retardtabletten (2 mg, 4 mg, 8 mg); Depot-Formen
Hersteller (DE) GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, neuraxpharm Arzneimittel GmbH, TEVA GmbH etc.
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rezeptpflicht gemäß AMVV, Apothekenpflicht)

Wirkmechanismus von Ropinirol

Für Patienten einfach erklärt: Ropinirol gehört zur Gruppe der sogenannten Dopaminagonisten. Das bedeutet, es imitiert die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Dopamin im Gehirn, der bei Menschen mit Morbus Parkinson oder Restless-Legs-Syndrom (RLS) oft vermindert ist. Dadurch werden Nervenzellen im Gehirn aktiviert, die Bewegungen und Muskelkontrolle verbessern.

Für Fachkreise: Ropinirol wirkt selektiv als nicht-ergoliner Dopamin-D2/D3-Rezeptoragonist. Es stimuliert prä- und postsynaptische Dopaminrezeptoren im Striatum und vermindert Symptome motorischer Dysfunktion bei Parkinson und hypermotorischer Unruhe beim RLS.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Schnelle und fast vollständige orale Aufnahme (Bioverfügbarkeit ca. 50%). Maximale Plasmakonzentrationen nach 1–2 Stunden (Filmtabletten) bzw. 6 Stunden (Retard).
  • Metabolismus: Lebermetabolisierung hauptsächlich durch CYP1A2. Inaktive Metaboliten werden gebildet.
  • Ausscheidung: Hauptsächlich renal, 90 % als Metaboliten, nur ca. 10 % unverändert.
  • Wirkungsdauer: Wirkdauer ca. 8–12 Stunden; Retardformen wirken bis zu 24 Stunden.

Anwendung im Alltag und bewährte Einnahmepraxis

Ropinirol wird in Deutschland vor allem bei Parkinson-Krankheit und Restless-Legs-Syndrom verschrieben. Die Einnahme sollte gemäß ärztlicher Verordnung erfolgen.
Typische Dosierung:

  • Morbus Parkinson: Anfangsdosierung meist 0,25 mg 3x täglich, langsame Steigerung je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit
  • RLS: Initial 0,25 mg einmal täglich, meist 1–3 Stunden vor dem Schlafengehen
Tabletten immer mit einem Glas Wasser, nicht zerkleinern oder kauen (außer ausdrücklich laut Packungsbeilage).

Deutscher Kontext: Die regelmäßige Einnahme ist entscheidend. Tabletten sollten nicht ausgelassen werden. Bei Unsicherheit Rücksprache mit Ärztin/Arzt oder Apotheke.

Einnahme morgens vs. abends

  • Morbus Parkinson: Häufig auf Tagesdosen verteilt. Hauptdosis morgens für den Start in den Tag, weitere Dosen im Abstand von 6–8 Stunden.
  • RLS: Einnahme meist abends 1–3 Stunden vor Schlafengehen, da Beschwerden dann typischerweise auftreten.
  • Retardtabletten können unabhängig von Tageszeit, aber idealerweise zur gleichen Uhrzeit täglich eingenommen werden.
  • Hinweis: Regelmäßigkeit steigert Therapieerfolg und minimiert Nebenwirkungen.

Einnahme mit oder ohne Nahrung

  • Ropinirol kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Mit Essen: Mildert oft gastrointestinale Nebenwirkungen (z. B. Übelkeit), was bei typisch deutscher Kost (fettreich, warm) hilfreich sein kann.
  • Nüchtern: Schnellere Resorption, aber mehr Risiko für Magenbeschwerden.
  • Kein unmittelbarer Einfluss von Milchprodukten/Calcium – keine spezifische Diät nötig.

Praxistipp: Menschen mit empfindlichem Magen sollten Tablette nach dem Frühstück oder Abendessen einnehmen.

Warnhinweise vor Wechselwirkungen

Interaktionspartner Risiko/Auswirkung
Alkohol Verstärkte Schläfrigkeit, Konzentrationsmangel – während der Einnahme meiden.
Antidepressiva (z.B. Fluoxetin, Fluvoxamin) Erhöhte Wirkstoffspiegel durch CYP1A2-Hemmung, Gefahr von Nebenwirkungen.
Östrogene (Antibabypille, Hormonersatz) Kann Effekt von Ropinirol verstärken.
Rauchen Schnellerer Abbau von Ropinirol, evtl. Dosisanpassung nötig.
Metoclopramid (z. B. zur Übelkeitsbehandlung) Kann Wirksamkeit von Ropinirol abschwächen.
Ciprofloxacin, Enoxacin (Antibiotika) Erhöht Ropinirol-Plasmaspiegel, ärztliche Dosisanpassung erforderlich.

Wichtige weitere Hinweise: Keine Grapefruit/kein Grapefruitsaft trinken; Gemeinsam mit anderen zentralnervös wirksamen Medikamenten Einnahme nur nach Rücksprache.

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Indikation Offiziell (Zulassung) Off-label
Morbus Parkinson (idiopathisch) Ja Nein
Restless-Legs-Syndrom (RLS) Ja Nein
Parkinsonsyndrome bei Multipler Systematrophie Nein Spezielle Einzelfallentscheidung
Depressionen mit Bewegungsunruhe Nein Einzelfälle in Studien

Dosierungsempfehlungen nach Indikation und Patientengruppe

Klinische Indikation Erwachsene Ältere Menschen Kinder/Jugendliche
Morbus Parkinson Initial: 0,25 mg 3x täglich; wöchentliche Steigerung bis max. 24 mg/d Wie Erwachsene, besonders langsame Dosistitration empfohlen Nicht empfohlen (unter 18 J.)
RLS Initial: 0,25 mg 1x abends; Steigerung bis max. 4 mg/d möglich Wie Erwachsene Nicht zugelassen

Individuelles Vorgehen: Immer nach ärztlicher Anweisung steigern bzw. anpassen.

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Häufig Gelegentlich Selten/Schwerwiegend
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Müdigkeit, Schläfrigkeit (Schlafattacken möglich!)
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Bauchbeschwerden
  • Orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen)
  • Beinschwellung, Wassereinlagerungen
  • Verwirrtheit, Halluzinationen (vor allem bei älteren Patienten)
  • Albträume, ungewöhnliche Schlafmuster
  • Impulskontrollstörungen (Kaufsucht, Spielsucht, Essattacken)
  • Psychosen
  • Starke allergische Reaktionen (Hautausschläge, Schwellungen, Atemnot)
  • Leberfunktionsstörungen

Warnhinweise: Arzt sofort informieren bei plötzlichem Schlaf, Anzeichen von Impulskontrollstörungen oder schweren Reaktionen.

Richtlinien für einen sachgerechten Gebrauch

  • Medikament nie eigenmächtig absetzen – Gefahr von plötzlicher Verschlechterung der Beschwerden.
  • Regelmäßige Leberwertkontrollen gemäß deutschem Leitfaden.
  • Bei Leber-/Nierenfunktionsstörungen engmaschige Dosisanpassung notwendig.
  • Regelmäßige Kontrolle auf Impulskontrollstörungen und Bewusstseinslage, besonders bei langfristiger Therapie.
  • Bei Fahr-, Arbeits- oder Maschinenführung erhöhte Vorsicht – Schläfrigkeit möglich.
  • Auf Reisen: Ausreichend Tabletten einpacken und ggf. ärztliche Bescheinigung für den Zoll mitführen.
  • Im Notfall: Aktuelle Medikamentenliste und Notfallausweis immer dabei haben.

Therapiealternativen auf Kassenrezept (GKV/NFZ)

  • Levodopa/Benserazid oder Levodopa/Carbidopa (z. B. Madopar®, Sinemet®): Wirksamste Parkinson-Grundtherapie, jedoch mit höherem Risiko motorischer Spätkomplikationen.
  • Andere Dopaminagonisten (z. B. Pramipexol, Rotigotin): Ähnliche Wirksamkeit, unterschiedliche Nebenwirkungsprofile und Applikationsformen (z. B. Pflaster).
  • MAO-B-Hemmer (z. B. Rasagilin, Selegilin): Für leichtere Parkinsonformen, weniger Impulsstörungen.
  • Gabapentin/Pregabalin (bei RLS): Insbesondere geeignet bei schmerzhaften Missempfindungen.

Pro & Contra: Dopaminagonisten bevorzugt bei frühen Stadien, jüngeren Patienten, weniger Dyskinesien; Levodopa bei ausgeprägteren motorischen Beeinträchtigungen oder bei älteren Menschen. Ropinirol führt seltener zu motorischen Störungen als Levodopa, aber häufiger zu Verhaltensänderungen.

Rechtliche, registratorische und Erstattungsdetails (Deutschland)

  • Arzneimittelzulassung: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
  • Verschreibungspflicht: Gemäß Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), nur gegen ärztliches Rezept
  • Kostenerstattung: GKV (gesetzliche Krankenversicherung) erstattet, sofern Indikation gegeben
  • Pflicht zur regelmäßigen Nutzenbewertung: Gemäß AMNOG/G-BA-Beschlusslage

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Befunde aus aktuellen Metaanalysen und DGN-Leitlinie (Deutsche Gesellschaft für Neurologie 2024): Ropinirol bleibt essenzieller Bestandteil der Parkinson- und RLS-Therapie.
  • Jüngste Studien (deutsch/europäisch, z. B. EAN 2023, Cochrane 2023) bestätigen Vorteile bei nächtlicher Beweglichkeit und Alltagskompetenz.
  • EMA (European Medicines Agency) weist seit 2023 verstärkt auf Monitoring von Impulsstörungen hin.
  • Literatur: Trenkwalder et al., DGN-Leitlinie 2024 (www.dgn.org); Rösler et al., Der Nervenarzt 2023.

Verfügbarkeit, Packungsgrößen und Lieferzeiten

Packungsgröße (Filmtabletten) Apothekenverkaufspreis (AVP, ca.) Lieferfähigkeit in Städten
21 Stück (z. B. Initialpackung) ca. 25–32 € Frankfurt: Lieferung am gleichen Tag
Berlin/Hamburg/München: 1–2 Werktage
84 Stück (Monatspackung) ca. 80–110 € Alle großen Städte: 1–3 Werktage
Ländliche Regionen: bis zu 5 Werktage möglich
Retardtabletten (versch. Größen) je nach Stärke 30–120 € Schnelle Verfügbarkeit bundesweit

Versandapotheken und Vor-Ort-Apotheken: Rezept elektronisch oder im Original erforderlich. Viele Filialapotheken bieten Expresslieferung (z. B. "CallmyApo") an.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen

  1. Kann ich während der Einnahme von Requip® Autofahren?
    Ropinirol kann Schläfrigkeit und plötzliche Schlafattacken auslösen. Führen Sie nur Fahrzeuge oder bedienen Sie Maschinen, wenn Sie sich sicher fühlen. Bei ungewöhnlicher Müdigkeit Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
  2. Was tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nicht die doppelte Dosis beim nächsten Mal einnehmen. Holen Sie die Einnahme nach, falls kaum Zeit bis zur nächsten Dosis bleibt, dann aber normalen Rhythmus fortsetzen. Rücksprache mit Arzt bei Unsicherheiten.
  3. Kann ich Requip® gemeinsam mit anderen Medikamenten einnehmen?
    Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über alle Ihre Arzneimittel, um Wechselwirkungen zu vermeiden, besonders mit Antidepressiva, Antipsychotika oder Schlafmitteln.
  4. Wie lange muss ich Requip® einnehmen?
    Die Anwendung ist meist langfristig, bei Parkinson oft lebenslang. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig. Änderungen der Dosierung nur nach ärztlicher Anweisung.
  5. Wie erkenne ich schwerwiegende Nebenwirkungen?
    Typische Warnzeichen sind schwere Übelkeit, plötzliche Müdigkeit, auffallende Veränderungen beim Verhalten oder Halluzinationen. Suchen Sie bei Zweifel umgehend medizinische Hilfe auf.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0,25mg, 0,5mg, 1mg, 2mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill