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Stalevo (Carbidopa/Entacapone/Entacapone)

€72.10

-17%
Stalevo ist ein Medikament zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Es enthält die Wirkstoffe Levodopa, Carbidopa und Entacapon, die gemeinsam helfen, den Dopaminspiegel im Gehirn zu erhöhen. Dadurch werden typische Parkinson-Symptome wie Steifheit, Zittern und Bewegungsarmut gelindert. Stalevo wird meist mehrmals täglich eingenommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die richtige Dosierung und mögliche Nebenwirkungen.

Stalevo® (Carbidopa/Levodopa/Entacapon): Umfassende Produktbeschreibung

Basisinformationen zum Produkt

Internationaler Freiname (INN) Carbidopa / Levodopa / Entacapon
Deutsche Handelsnamen Stalevo®, generische Präparate
ATC-Code N04BA03 (Levodopa in Kombination mit Decarboxylasehemmern und COMT-Hemmern)
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Tabletten in folgenden Wirkstärken:
  • 50 mg/12,5 mg/200 mg
  • 75 mg/18,75 mg/200 mg
  • 100 mg/25 mg/200 mg
  • 125 mg/31,25 mg/200 mg
  • 150 mg/37,5 mg/200 mg
  • 175 mg/43,75 mg/200 mg
  • 200 mg/50 mg/200 mg
Hersteller/Importeure in Deutschland Orion Pharma GmbH, Novartis Pharma GmbH
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rezeptpflicht gemäß AMG)

Wirkmechanismus

Für Patienten: Stalevo® wird zur Behandlung von Parkinson-Symptomen eingesetzt. Es enthält drei Wirkstoffe:

  • Levodopa, das im Gehirn in Dopamin umgewandelt wird – dieser Botenstoff ist bei Parkinson-Patienten vermindert, sodass Bewegungen erleichtert werden.
  • Carbidopa schützt Levodopa davor, schon vor dem Gehirn abgebaut zu werden und vermindert so Nebenwirkungen wie Übelkeit.
  • Entacapon verlängert die Wirkung von Levodopa, indem es dessen Abbau hemmt, und sorgt für eine gleichmäßigere Symptomkontrolle.
Für Fachkreise: Stalevo® kombiniert einen Decarboxylasehemmer (Carbidopa) und einen selektiven, reversiblen COMT-Hemmer (Entacapon) mit Levopoda. Die Inhibition peripherer COMT-Aktivität durch Entacapon führt zu erhöhter Bioverfügbarkeit und verlängerten Levodopa-Serumspiegeln, was ON/OFF-Fluktuationen reduziert.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach oraler Einnahme wird Levodopa rasch resorbiert (Tmax ca. 0,5–2 Stunden), die gleichzeitige Gabe mit Carbidopa und Entacapon erhöht die effiziente Aufnahme ins Gehirn.
  • Metabolisierung: Levodopa wird v.a. in Leber/Gastrointestinaltrakt metabolisiert. Entacapon selbst unterliegt einer starken Lebermetabolisierung (v.a. Glucuronidierung).
  • Elimination: Entacapon wird hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden, Levodopa/Carbidopa überwiegend renal.
  • Dauer der Wirkung: Entacapon verlängert die Levodopa-Wirkungsdauer bei jedem Einnahmezyklus um etwa 25–30 %.

Anwendung im Alltag & Best Practices

Typische Dosierung: Die individuelle Tagesdosis und Tablettenstärke richtet sich nach dem bisherigen Levodopa-Bedarf. In Deutschland wird meist mit niedriger Dosierung begonnen. Stalevo® ersetzt die separate Einnahme von Levodopa/Carbidopa und Entacapon.

  • Tabletten ganz (ohne Zerkleinern) mit ausreichend Wasser einnehmen.
  • Meist 3–6-mal täglich zu festen Zeiten.
  • Nicht eigenständig absetzen oder Dosierung verändern! Bei Unsicherheit: Rücksprache mit Arzt/Apotheker.

Integrieren Sie die Einnahme möglichst in Ihre täglichen Routinen (z. B. zu festen Mahlzeiten) und nutzen Sie Medikamentendosierer oder Erinnerungshelfer.

Morgens vs. abends: Einnahmezeitpunkt

  • Morgendliche Einnahme: Für viele Patienten ist die morgendliche Erstgabe am wichtigsten, da hier die stärksten Beschwerden auftreten. Oft wird eine höhere Dosis zu Therapiebeginn am Morgen verabreicht.
  • Abendliche Einnahme: Falls nächtliche Symptome bestehen, kann der Einnahmezeitpunkt angepasst werden. Die Wirkung auf den Schlaf kann individuell unterschiedlich sein.
  • Tipp: Halten Sie die Einnahmezeiten möglichst konstant und beachten Sie eine gleichmäßige Verteilung über den Tag.

Einnahme zu/nach Mahlzeiten: Ernährungshinweise

  • Eine Einnahme mindestens 30 Minuten vor oder 1 Stunde nach einer proteinreichen Mahlzeit wird empfohlen, da Eiweiße aus Brot, Milch, Fleisch etc. die Aufnahme von Levodopa im Darm hemmen können.
  • Nach typisch deutschem Frühstück (z. B. Brötchen, Marmelade, Kaffee) problemlos möglich; nach Wurst- oder Käsefrühstück ggf. Abstand halten.
  • In Phasen mit Appetitlosigkeit kann die Einnahme mit etwas Nahrung die Verträglichkeit (z. B. bzgl. Übelkeit) erhöhen.

Warnhinweise zu Interaktionen

Interaktionspartner Hinweise/Empfehlungen
Proteinreiche Kost Kann Aufnahme von Levodopa hemmen – Einnahme zeitlich versetzen
Alkohol Kann ZNS-Nebenwirkungen verstärken; besser vermeiden oder reduzieren
Antidepressiva (Tri- & SSRI) Kombination mit Vorsicht, Risiko für Serotoninsyndrom/Blutdruck- schwankungen
MAO-Hemmer Streng kontraindiziert mit nicht-selektiven MAO-Hemmern!
Weitere Parkinson-Medikamente Individuelle Anpassung notwendig wegen Kumulation/Überdosis

Indikationen für Stalevo®

Indikation Zugelassen (JA/NEIN) Kurzbeschreibung
Morbus Parkinson – Fluktuationen (Wirkungsende „Wearing-off“) JA (offiziell laut BfArM) Bei Erwachsenen, wenn Levodopa/Carbidopa allein unzureichend wirkt
Parkinson-Syndrome anderer Ursache NEIN Keine Zulassung für atypische Parkinson-Syndrome
Off-label: RLS (Restless-Legs-Syndrom) NEIN Nicht empfohlen

Dosierung nach klinischen Indikationen

Patientengruppe Empfohlene Dosierung Hinweise
Erwachsene 3–10 Tabletten/Tag je nach Ausmaß der Beschwerden Individuelle Anpassung, niemals mehr als 10 Tabletten/Tag
Ältere Patienten
(>65 Jahre)
Start niedriger, langsam steigern Gerade bei erhöhtem Sturzrisiko/Herzrhythmusstörungen auf Nebenwirkungen achten
Kinder/Jugendliche Keine Anwendung! (Nicht zugelassen) Nur für Erwachsene geprüft und zugelassen

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig (≥10%): Übelkeit, Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen), Farbveränderungen von Urin
  • Häufig (1–10%): Schwindel, Schlaflosigkeit, Durchfall, Herzrasen, niedriger Blutdruck beim Aufstehen, Verwirrtheit, Albträume
  • Gelegentlich (0,1–1%): Halluzinationen, Depressionsverstärkung, Hautverfärbungen, Muskelkrämpfe
  • Selten: Leberschäden, schwere allergische Reaktionen, Rhabdomyolyse
  • Warnhinweise:
    • Plötzliche Verschlechterung der Beweglichkeit oder neue Muskelstarre kann Hinweis auf ein malignes neuroleptisches Syndrom sein – sofort medizinische Hilfe suchen.
    • Bei Anzeichen von Leberfunktionsstörungen (z. B. Gelbsucht, starker Juckreiz) Arzt kontaktieren.
    • Erhöhtes Risiko für Impulskontrollstörungen (Spiel-, Kauf-, Esszwang), vor allem bei Vorbelastung.

Richtige Anwendung: Tipps aus der Praxis (Deutschland)

  • Regelmäßige Einnahme zu festen Uhrzeiten verbessert die Wirksamkeit.
  • Nicht ohne vorherige ärztliche Absprache absetzen, um Komplikationen (wie das maligne neuroleptische Syndrom) zu vermeiden.
  • Sollten Sie eine Dosis vergessen, holen Sie diese nicht doppelt nach: Nehmen Sie die nächste Dosis zum geplanten Zeitpunkt.
  • Bewahren Sie Stalevo® in der Originalpackung, trocken und lichtgeschützt auf – im Sommer ggf. an einem kühleren Ort (nicht im Kühlschrank!).
  • Kostenerstattung durch gesetzliche (GKV) und private Krankenversicherungen ist in der Regel gegeben, Zuzahlungspflichten beachten.
  • Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Restmengen über die Hausmülltonne – nicht in der Toilette!

Therapiealternativen (in Deutschland verfügbar und erstattungsfähig)

  • Levodopa plus Decarboxylasehemmer: z. B. Madopar®, Sinemet® (ähnliche Wirksamkeit, aber ohne COMT-Hemmer; häufigere Einnahme nötig)
  • Dopaminagonisten: Pramipexol, Ropinirol, Rotigotin (weniger Dyskinesien, aber häufig Müdigkeit oder Impulskontrollprobleme)
  • MAO-B-Hemmer: Rasagilin, Selegilin (mildern Fluktuationen, gut kombinierbar mit Levodopa-Präparaten)
  • COMT-Hemmer Monotherapie (zusätzlich zu Levodopa): Opicapone, Tolcapon (hohe Wirksamkeit, aber spezielle Überwachung nötig)

Die Auswahl erfolgt immer individuell und nach Verträglichkeit/Bedarf – Beratung durch Neurologen und spezialisierte Parkinson-Schwerpunkpraxis in Deutschland empfohlen.

Rechtlicher Status und Kostenerstattung in Deutschland

  • Zulassung: BfArM, EMA, im deutschen Arzneimittelverzeichnis gelistet
  • Verschreibungspflicht: Ja, nur gegen gültiges Kassen- oder Privatrezept in Apotheken abzugeben
  • Aut-idem-Regelung: Austausch durch gleichwertige Generika möglich
  • Kostenerstattung: Im Regelfall erstattungsfähig im Rahmen der GKV/PKV, übliche Richtgrößen überschreiten beachten

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) 2023: Stalevo® bleibt Mittel der Wahl bei Fluktuationen, wenn Levodopa/Carbidopa nicht ausreichend greift.
  • Neue Studien belegen Vorteile in der Patienten-Compliance und Effektivität gegenüber Einzelpräparaten (vgl. „Stalevo versus konventionelle Therapie“, Neurology (2022); Dtsch. Ärzteblatt 2023).
  • Laufende Forschung: Fokus auf personalisierte Dosisanpassung mittels digitaler Hilfen, Erprobung neuer COMT-Hemmer zur Kombinationstherapie (vgl. ClinicalTrials.gov/NCT04163735, Stand 2024).

Verfügbarkeit und Lieferung (Deutschland)

Packungsgröße Preis (UVP, Stand 2024) Lieferzeit (große Städte)
30 Tabletten ca. 57 € 1–2 Werktage (Berlin, Hamburg, München usw.)
100 Tabletten ca. 170–190 € 1–2 Werktage
200 Tabletten (Großpackung) ca. 340–370 € 1–2 Werktage

Hinweis: Online-Apotheken können bundesweit liefern, regionale Apotheker beraten gegebenenfalls zu Preisdifferenzen.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen zu Stalevo®

  1. Kann ich Stalevo® mit meinem morgendlichen Kaffee einnehmen?
    Ja, schwarzer Kaffee beeinträchtigt die Wirkung nicht. Bitte vermeiden Sie aber Milchkaffee oder Frühstück mit viel Käse/Wurst zur gleichen Zeit.
  2. Was mache ich, wenn ich die Einnahme einer Tablette vergessen habe?
    Nehmen Sie die vergessene Dosis nicht nachträglich ein, sondern fahren Sie einfach mit dem üblichen Einnahmeplan fort.
  3. Kann ich Stalevo® selbstständig absetzen, z. B. bei Nebenwirkungen?
    Nein! Das plötzliche Absetzen kann gefährliche Komplikationen verursachen. Kontaktieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker.
  4. Beeinflusst Stalevo® meine Fahrtüchtigkeit?
    Bei manchen Patienten kann es zu Schläfrigkeit oder plötzlichen Schlafattacken kommen – beobachten Sie sich und vermeiden Sie ggf. das Autofahren, bis die individuelle Reaktion bekannt ist.
  5. Werden die Kosten der Stalevo®-Therapie von meiner Krankenkasse übernommen?
    Ja, Stalevo® ist im Rahmen der zugelassenen Indikationen grundsätzlich erstattungsfähig. Gegebenenfalls Zuzahlungspflicht gemäß § 61 SGB V.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich jederzeit an Ihre Apotheke oder Ihren behandelnden Neurologen!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25/100/200mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 180 pill