Angebot!

Pentasa (Mesalamine)

€0.00

-17%
Pentasa (Mesalazin) ist ein Arzneimittel zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Es wirkt entzündungshemmend direkt im Darm und hilft, Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen zu lindern. Pentasa wird in unterschiedlichen Formen, z. B. als Tabletten oder Granulat, eingenommen. Die Anwendung und Dosierung erfolgen nach ärztlicher Anweisung. Bitte sprechen Sie bei Fragen immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Pentasa® (Mesalazin): Umfassende Patienteninformation für Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Internationaler Freiname (INN) Mesalazin
Markennamen in Deutschland Pentasa® (weitere: Salofalk®, Claversal®)
ATC-Code A07EC02
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken
  • Retardtabletten: 500 mg, 1000 mg, 2 g
  • Retardgranulat: 1000 mg, 2 g, 4 g
  • Rektalschaum, Rektalsuppositorien, Klysmen
Hersteller Ferring Arzneimittel GmbH, Dr. Falk Pharma GmbH, Tillotts Pharma GmbH
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rx), Apothekenpflichtig
(gemäß AMG & AMVV)

Wirkmechanismus (einfach erklärt & für Fachleute)

Für Patienten: Mesalazin wirkt lokal entzündungshemmend an der Darmschleimhaut. Es hemmt die Bildung von entzündungsfördernden Stoffen, lindert Schwellungen und unterstützt die Heilung des Darms bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Für Fachpersonal: Der Wirkmechanismus von Mesalazin basiert auf der Hemmung der Cyclooxygenase- und Lipoxygenase-Wege, was zu einer reduzierten Prostaglandin- und Leukotrienbildung führt. Weiterhin werden NF-κB-abhängige Prozesse moduliert und freie Radikale abgefangen.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Retardformulierungen setzen Mesalazin gezielt im Darm frei. Systemische Resorption ca. 20–30 %.
  • Metabolismus: First-pass-Metabolisierung in Leber und Darm zu N-Acetyl-Mesalazin (inaktiv).
  • Elimination: Primär renal, teilweise biliär. 48–72 Stunden Halbwertszeit bei Retardpräparaten.
  • Wirkdauer: Entzündungshemmende Wirkung setzt nach einigen Tagen ein; optimaler Erfolg oft nach 2–4 Wochen.

Anwendung im Alltag & Praktische Hinweise (deutscher Kontext)

Pentasa® wird meist bei chronischen Entzündungen des Darms verschrieben. Die Einnahme erfolgt in Absprache mit dem Arzt. Die Einnahme von Retardtabletten/Granulat sollte unzerkaut mit etwas Flüssigkeit erfolgen. Die Einnahmezeiten können flexibel an den Alltag angepasst werden – wichtig ist die regelmäßige Anwendung, idealerweise immer um die gleiche Tageszeit. Die individuelle Dosierung richtet sich nach Krankheitsbild, Schweregrad und Alter. Zahlreiche Patienten nehmen die Tabletten beispielsweise morgens zum Frühstück oder abends nach dem Abendbrot ein.

  • Tabletten oder Granulat: Nicht zerkauen/zerbrechen!
  • Rektalschaum/-klysmen: Anwendung möglichst nach dem Stuhlgang, vorzugsweise abends.
  • Arzt/Apotheker fragen im Zweifel zur besten Anwendung.

Morgendliche vs. abendliche Einnahme

  • Morgens: Vorteil: Integration in Morgenroutine, geringere Vergessensrate (z.B. beim Frühstück). Für Ganztagesformulierungen geeignet.
  • Abends: Vorteil: Optimale Wirkung der rektalen Formen in der Nacht, praktische Einnahme nach Feierabend.
  • Regelmäßigkeit: Die regelmäßige tägliche Einnahme zur festen Uhrzeit ist entscheidend für die Therapieeffizienz.
  • Tipp: Erinnerungsfunktion (Handy, Tablettenbox) nutzen, Vermeidung von Doppelgaben.

Einnahme mit oder ohne Nahrung (deutsche Essgewohnheiten)

Pentasa® kann zu oder unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Um Magenreizungen zu vermeiden, empfehlen viele Ärzte die Einnahme nach einer Mahlzeit. In der deutschen Ernährung mit typischer Brotzeit oder warmen Mahlzeiten ist eine Einnahme direkt nach dem Mittag- oder Abendessen praktikabel. Viel Trinken (300–500 ml Wasser) unterstützt die Magenpassage und Darmfreisetzung.

Wechselwirkungen & Warnhinweise

Interaktion Hinweis
Gerinnungshemmer (z. B. Warfarin, DOAKs) Blutungsrisiko kann erhöht werden
Glukokortikoide Verstärkte Nebenwirkungen möglich
NSAR (z. B. Ibuprofen, ASS) Vermehrte Nierenbelastung – Nierenwerte kontrollieren
Azathioprin, 6-Mercaptopurin Myelotoxizität möglich, Blutbildüberwachung benötigt
Alkohol Gelegentlich erlaubt, aber hoher Konsum meiden (Leber/Nieren)
Milchprodukte Keine bekannten Wechselwirkungen
Andere Therapien bei CED Kombination nach ärztlicher Anordnung

Indikationen – Offizielle & Off-Label-Anwendung

Krankheitsbild Status Bemerkungen
Colitis ulcerosa (akuter Schub & Erhaltung) Offiziell Erstlinienmedikament
M. Crohn (vorwiegend Kolon-Befall) Offiziell, restriktiv Begrenzte Wirksamkeit
Proktitis Offiziell Rektale Formen bevorzugt
Divertikulitis-Prophylaxe Off-Label Sonderfall, ärztl. Entscheidung
PostOP-Prophylaxe bei CED Off-Label Individuelle Entscheidung

Dosierung nach Indikation & Patientengruppe

Indikation Erwachsene Kinder (>6 J.) Ältere Patienten
Colitis ulcerosa (akut) 2–4 g/Tag, aufgeteilt 20–75 mg/kg/Tag Wie Erwachsene, Nierenkontrolle!
Colitis ulcerosa (Erhaltung) 1–2 g/Tag (Retard oder rektal) 10–30 mg/kg/Tag Wie Erwachsene
M. Crohn 2–4 g/Tag, je nach Lokalisation Empfehlung individuell Wie Erwachsene
Proktitis 1 g rektal/Tag Wie Erwachsene

Wichtiger Hinweis: Jede Dosisanpassung ausschließlich in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt!

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispielhafte Nebenwirkungen Hinweise
Sehr häufig (>10%) Leichte Kopfschmerzen, Übelkeit, leichtere Durchfälle Meistens vorübergehend
Gelegentlich (1–10%) Bauchschmerzen, Blähungen, Hautreaktionen, Juckreiz Arzt benachrichtigen, falls anhaltend
Selten (<1%) Nierenfunktionsstörung, Leberwertanstieg, allergischer Hautausschlag Regelmäßige Blut- & Nierenkontrolle empfohlen
Sehr selten (<0,1%) Knochenmarkstörung, schwere allergische Reaktionen (Atemnot) Sofort Notarzt, Therapieabbruch

Praktische Anwendungs- und Beratungstipps (in Deutschland)

  • Medikament regelmäßig einnehmen, keine Dosis auslassen.
  • Eine vergessene Dosis bis zu 8 Stunden später nachholen, sonst auslassen.
  • Bei Nebenwirkungen oder Unsicherheiten frühzeitig den Arzt/Apotheker kontaktieren.
  • Arzneimittel im Originalblister aufbewahren, trocken und unter 25 °C lagern.
  • Regelmäßige Laboruntersuchungen empfohlen: Blutbild, Leber- und Nierenwerte.
  • Packungsbeilage und ärztliche Anordnung beachten – Dosierungsüberschreitungen vermeiden!

Alternative Therapieoptionen (in Deutschland, TK/NFZ erstattungsfähig)

Wirkstoff/Präparat Vorteile Nachteile
Salofalk®, Claversal® (andere Mesalazin-Präparate) Vergleichbare Wirksamkeit, verschiedene Darreichungsformen Preise, Formulierung Geschmack
Sulfasalazin (Azulfidine®) Wirksam bei CED, günstiger Preis Höheres Risiko für Nebenwirkungen, v.a. Überempfindlichkeiten
Systemische Glukokortikoide (Prednisolon, Budesonid) Hohe Wirksamkeit bei schweren Schüben Mehr Nebenwirkungen, nicht für Langzeit
Immunmodulatoren (Azathioprin, 6-Mercaptopurin) Für schwere oder therapieresistente Fälle Infektionsrisiko, Blutbildkontrolle nötig
Biologika (Infliximab, Adalimumab) Hochwirksam bei Therapierefraktärität Sehr teuer, Infusionspraxis, selten zugelassen für Ersttherapie

Alle Alternativen sind im Regelfall erstattungsfähig (GKV, TK, Barmer, AOK) bei gegebener Indikation gemäß SGB V.

Rechtlicher Status, Registrierung, Erstattung in Deutschland

  • Verschreibungsstatus: Verschreibungspflichtig (Apothekenpflicht gemäß AMVV)
  • Registrierung/Marktzulassung: BfArM/EMA
  • Erstattung: GKV (gesetzliche Krankenkassen) übernehmen die Kosten bei gegebener Indikation
  • Verordnungsfähigkeit: Langfristiger Heilmittelbedarf möglich (Richtwert gemäß Anlage 1 der Arzneimittelrichtlinie)
  • Kein Erwerb über Versandapotheken außerhalb Deutschlands (Importverbot, § 73 AMG)

Aktuelles aus Wissenschaft & Leitlinien (2022–2025)

  • Deutsche Leitlinie CED (DGVS, 2023): Mesalazin bleibt Mittel der Wahl bei leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa. Proktitis: rektale Zubereitungen bevorzugt (Quelle: DGVS).
  • Kürzlich publizierte Metaanalysen (2022–2024, Gastroenterology, Lancet Gastroenterol Hepatol): Mesalazin erzielt signifikant höhere Remissionsraten vs. Placebo.
  • Fazit: Keine signifikanten Neuerungen bzgl. Sicherheit. Nierenwerte mindestens jährlich kontrollieren!

Verfügbarkeit, Lieferzeiten & Preise (Deutschland)

Packungsgröße Tabletten (500 mg) Granulat (2 g) Preis (UVP, Stand 2024) Lieferzeit Berlin Lieferzeit München Lieferzeit Hamburg
20 Stück X 18–22 € 24 h 24–48 h 24–48 h
100 Stück X X 67–89 € 24–36 h 24–48 h 24–48 h
200 Stück X X 125–170 € 36–72 h 36–72 h 36–72 h

Alle Preise und Lieferzeiten abhängig von der Stadt/Apotheken-Lagerbestand, Rezept erforderlich!

Häufige Patientenfragen (FAQ) zu Pentasa®/Mesalazin

  1. Kann ich Pentasa® langfristig einnehmen?
    Ja, bei chronischen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa ist eine dauerhafte Erhaltungstherapie oft notwendig und sicher. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind empfehlenswert.
  2. Darf ich während der Therapie normal essen und trinken?
    Ja, es gibt keine speziellen Diätvorgaben. Normale deutsche, abwechslungsreiche Mischkost ist möglich. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten! Alkohol nur in Maßen.
  3. Was tun bei vergessener Einnahme?
    Sobald wie möglich nachholen – aber nie die doppelte Menge auf einmal nehmen! Im Zweifelsfall Arzt oder Apotheker fragen.
  4. Können andere Medikamente zusammen mit Pentasa® eingenommen werden?
    Viele Arzneimittel sind möglich. Beachten Sie aber insbesondere Blutverdünner, NSAR und Immunsuppressiva. Lassen Sie jede neue Medikation vom Arzt prüfen!
  5. Kann ich Pentasa® in der Schwangerschaft/Stillzeit einnehmen?
    Dies ist nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung häufig möglich. Informieren Sie Ihren Arzt umgehend über eine bestehende oder geplante Schwangerschaft.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

400mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill