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Sinequan (Doxepin)

€21.71

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Sinequan enthält den Wirkstoff Doxepin und gehört zur Gruppe der trizyklischen Antidepressiva. Es wird zur Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und Schlafstörungen eingesetzt. Sinequan hilft, Ihre Stimmung zu stabilisieren und innerer Unruhe entgegenzuwirken. Die Anwendung und Dosierung erfolgen nach ärztlicher Anweisung. Bei Fragen oder Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Sinequan (Doxepin): Patientenfreundliche Produktinformation für Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Internationaler Freiname (INN) Doxepin
Handelsnamen in Deutschland Sinequan®, Doxepin-neuraxpharm®, weitere Generika
ATC-Code N06AA12
Verfügbare Darreichungsformen Filmtabletten (10 mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg, 100 mg), Tropfen zum Einnehmen (10 mg/ml, 25 mg/ml), Kapseln
Hersteller Pfizer, neuraxpharm, diverse Generikahersteller
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rezept erforderlich)

Wirkmechanismus

Für Patienten einfach erklärt: Doxepin gehört zur Gruppe der trizyklischen Antidepressiva. Es wirkt ausgleichend auf Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn, insbesondere auf Serotonin und Noradrenalin. Diese Stoffe beeinflussen unsere Stimmung, den Schlaf und das Schmerzempfinden. Durch eine bessere Balance wird die Stimmung sich stabilisiert, Schlaf gefördert und Angst gelindert.
Für medizinisches Fachpersonal: Doxepin blockiert präsynaptische Noradrenalin- und Serotonin-Reuptake-Transporter. Zusätzlich wirkt es antagonistisch an Histamin (H1), cholinergen (muskarinischen), adrenergen und serotonergen Rezeptoren. Seine sedierende Wirkung wird überwiegend auf die starke H1-Antagonisierung zurückgeführt.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach oraler Gabe schnelle und nahezu vollständige Absorption (Bioverfügbarkeit ca. 40–60 %).
  • Stoffwechsel: Überwiegend hepatisch durch CYP2D6 und CYP2C19 zu aktivem Nordoxepin.
  • Elimination: Hauptsächlich renal; Plasmahalbwertszeit ca. 8–24 Stunden (aktive Metaboliten teils länger).
  • Wirkdauer: Einzeleinnahme wirkt oft bis zu 12 Stunden, insbesondere bei sedierender Dosierung (abends).

Anwendung im Alltag und bewährte Praktiken

  • Typische Dosierungen:
    • Depression: Initial 25–50 mg/Tag, Steigerung auf 75–150 mg/Tag möglich.
    • Schwere Depressionen: Bis max. 300 mg/Tag (unter stationären Bedingungen).
    • Schlafstörungen: Geringe Dosen 3–25 mg, meist abends eingenommen.
  • Arzneimittel sollte täglich zur selben Zeit eingenommen werden, um bestmögliche Wirkung zu erreichen.
  • Nicht eigenmächtig absetzen – Ausschleichen meist erforderlich, um Absetzsymptome vorzubeugen.
  • Kontrollen durch Hausarzt oder Psychiater in regelmäßigen Abständen!

Morgens versus abends: Was ist zu beachten?

  • Abends: Besonders bei Schlafstörungen oder starker Müdigkeit im Tagesverlauf ist die Einnahme am Abend (1–2 Stunden vor dem Schlafengehen) sinnvoll. Vorteil: Förderung des natürlichen Schlafs, geringeres Risiko einer Tagesmüdigkeit.
  • Morgens: Bei rein stimmungsaufhellender Behandlung können einzelne Dosen morgens und am frühen Nachmittag verordnet werden. Achtung: Sedierende Wirkung kann auch tagsüber zu Müdigkeit führen!
  • Tipp: Regelmäßigkeit ist entscheidend. Tabletten immer zur gleichen Tageszeit einnehmen!

Einnahme zu Mahlzeiten oder auf nüchternen Magen

  • Mit oder ohne Nahrung? Doxepin kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Einnahme mit etwas Wasser empfohlen.
  • Einfluss der Mahlzeit: Lebensmittel wie Vollkornbrot, Gemüse oder Milchprodukte aus der deutschen Ernährung beeinflussen die Aufnahme nicht wesentlich.
  • Tipp: Bei Magenbeschwerden Einnahme nach dem Essen in Erwägung ziehen.

Wichtige Wechselwirkungen (Interaktionen)

Interaktion Klinische Bedeutung Empfohlene Maßnahme
Alkohol Verstärkte Schläfrigkeit, erhöhter Unfall- und Sturzgefahr Vermeiden
MAO-Hemmer (z. B. Tranylcypromin) Potentiell lebensbedrohliches Serotoninsyndrom Kombination kontraindiziert
Antihypertensiva/Anticholinergika Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen (z. B. Mundtrockenheit, Obstipation, Harnverhalt) Vorsicht, engmaschige Kontrolle
ZNS-dämpfende Medikamente (z. B. Benzodiazepine, Opioide) Gegenseitige Potenzierung der sedierenden Effekte Dosisanpassung ggf. erforderlich
Grapefruitsaft Hemmung des Leberenzyms CYP3A4, erhöhte Doxepin-Spiegel möglich Vermeiden
CYP2D6-Inhibitoren (z. B. Paroxetin, Fluoxetin) Erhöhte Doxepin-Konzentration, Risiko für Nebenwirkungen steigt Dosisanpassung

Indikationen

Indikation Zulassung in Deutschland Bemerkung
Depressive Störungen (mittelschwer bis schwer) Offiziell zugelassen Standardindikation
Angststörungen (Generalisierte Angststörung, Panikstörung) Offiziell zugelassen Zusätzliche Wirksamkeit bei depressiven Episoden
Schlafstörungen (nicht organischer Genese) Ab niedriger Dosis zugelassen (z. B. 3–25 mg) Vor allem bei komorbider Depression/Angst
Chronischer Juckreiz (Pruritus) Off-label Begründeter Einzelfall, Dermatologie
Schmerzsyndrome/chronische Schmerzen Off-label Meist nach Ausschöpfen anderer Möglichkeiten

Dosierung nach klinischer Indikation

Indikation Erwachsene Ältere Patienten Kinder/Jugendliche
Depression 25–150 mg/Tag (max. 300 mg/Tag stationär) Start mit 10–25 mg, langsame Steigerung Nur unter Fachärztlicher Aufsicht, individuelle Dosis
Angststörung 50–150 mg/Tag Beginn mit niedriger Dosis, Steigerung sachte Nicht empfohlen
Schlafstörung 3–25 mg abends 3–10 mg abends Nicht empfohlen
Chronischer Juckreiz 10–50 mg abends Reduzierte Dosierung, individuelle Entscheidung Nicht empfohlen

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispielhafte Nebenwirkungen Hinweise/Warnungen
Sehr häufig (≥1/10) Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Gewichtszunahme, Benommenheit Vor allem zu Therapiebeginn, meist reversibel
Häufig (<1/10, ≥1/100) Verstopfung, Sehstörungen, Harnverhalt, Schwitzen, Müdigkeit Arzt bei anhaltenden Beschwerden konsultieren
Gelegentlich (<1/100, ≥1/1.000) Niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Verwirrtheit (insb. bei Älteren) Mögliche Dosisanpassung notwendig
Selten (<1/1.000) Krampfanfälle, Leberfunktionsstörungen, allergische Reaktionen Therapieabbruch erwägen, Notfallmaßnahmen einleiten
Sehr selten (<1/10.000) Blutbildveränderungen, schwere Herzerkrankungen Sofortige ärztliche Abklärung nötig
  • Warnhinweise: Erhöhte Suizidalität bei Jugendlichen/jungen Erwachsenen in den ersten Wochen, Sturz-/Frakturrisiko bei älteren Personen.
  • Vorsicht: Patienten mit Prostatahyperplasie, Engwinkelglaukom oder kardiovaskulären Erkrankungen.

Richtlinien für die richtige Anwendung

  • Regelmäßige Einnahme zur gleichen Zeit, insbesondere abends für gute Verträglichkeit.
  • Langsames Einschleichen, um Nebenwirkungen zu minimieren.
  • Langsam ausschleichen, niemals abrupt absetzen!
  • Kontrolle von Blutdruck, Herz und Leberwerten, vor allem bei Langzeitanwendung.
  • Kein Alkoholkonsum während der Therapie.
  • Beteiligung von Hausarzt, Psychiater und ggf. Apotheker zur Vermeidung von Wechselwirkungen.
  • Sichere Aufbewahrung (Kindersicherheit).
  • Nebenwirkungen oder ungewöhnliche Beschwerden stets sofort dem behandelnden Arzt melden!

Alternative Therapieoptionen (Kassenleistung)

  • Amitriptylin: Ebenfalls trizyklisch, stärker schlafanstoßend, vergleichbares Nebenwirkungsprofil.
  • Mirtazapin: Moderne Alternative (tetracyclisch), weniger anticholinerge Wirkungen, aber Gewichtszunahme.
  • Citalopram, Sertralin: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), besser verträglich, weniger sedierend.
  • Agomelatin: Moderne Melatoninrezeptor-Agonisten, schlaffördernd, weniger Gewichtszunahme.
  • Für Schlafstörungen: Pflanzliche Präparate (Baldrian), Melatonin (nur privat), Antihistaminika (nicht langfristig empfohlen).

Vor- und Nachteile sind patientenindividuell abzuwägen. Fast alle oben genannten Medikamente sind in Deutschland Kassenleistungen (GKV).

Rechtliche, Zulassungs- und Erstattungsregelungen in Deutschland

  • Zulassung (BfArM): Sinequan und Doxepin-haltige Präparate sind von der Bundesopiumstelle des BfArM zugelassen und gelistet.
  • Verschreibungspflicht: Arzneimittel ist gemäß §48 AMG rezeptpflichtig – nur auf ärztliches Rezept in Apotheken erhältlich.
  • Erstattung: GKV übernimmt die Kosten im Rahmen der zugelassenen Indikationen.
  • Arzneimittelversorgung: Eingetragen im „Arzneimittelverzeichnis“ und „Rote Liste“. Kein Betäubungsmittel, aber Sorgfaltspflicht bei Verschreibung.

Aktuelle Studien und Leitlinien (2022–2025)

  • Deutsche S3-Leitlinie Depressionsbehandlung (2023): Trizyklische Antidepressiva wie Doxepin bleiben effiziente 2.- oder 3.-Linien-Option.
  • AWMF-Leitlinie Antidepressiva (2024): Niedrigdosis-Doxepin ist bei nicht-organischer Insomnie als kurzzeitige Option empfohlen, Nebeneffekte beachten.
  • German Journal of Psychiatry (2024): Studien dokumentieren gute Wirksamkeit bei generalisierter Angststörung und Juckreiz, jedoch erhöhtes Risiko für anticholinerge Nebenwirkungen, v. a. bei Älteren.
  • Zusammenfassung: Neue Antidepressiva werden bevorzugt, Doxepin bleibt wertvolle Alternative bei bestimmten Indikationen, vor allem wenn moderne Mittel nicht wirken oder vertragen werden.

Verfügbarkeit & Lieferung

PZN Paketgröße Inhalt Ungefährer Apothekenpreis (€) Lieferzeit Berlin Lieferzeit München Lieferzeit Hamburg
02534938 20 Filmtabletten 25 mg ca. 19 24–48 h 24–48 h 24–48 h
06227512 50 Filmtabletten 50 mg ca. 32 24–72 h 24–72 h 24–72 h
03465943 100 ml Tropfen 10 mg/ml ca. 17 24–48 h 24–48 h 24–48 h

Preise und Verfügbarkeiten können regional und je nach Apotheke abweichen.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen

  1. Wann tritt die Wirkung von Doxepin ein?
    Erste Besserung von Schlafstörungen kann nach 1–3 Tagen eintreten. Bei Depression/Angst kann es 1–3 Wochen dauern, bis die volle Wirkung erreicht wird.
  2. Darf ich während der Doxepin-Therapie Auto fahren?
    Während der Einnahme, speziell zu Beginn oder bei Dosisanpassung, ist mit Schläfrigkeit zu rechnen – Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen schwerer Maschinen daher vermeiden.
  3. Wie gefährlich ist die Gewichtszunahme unter Doxepin?
    Gewichtszunahme ist häufig, vor allem bei längerer Gabe und höheren Dosierungen. Beachten Sie eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Bewegung.
  4. Kann ich das Medikament plötzlich absetzen?
    Nein, Doxepin sollte immer ausschleichend abgesetzt werden, da sonst Absetzsymptome (Unruhe, Schlaflosigkeit, Übelkeit) auftreten können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!
  5. Kann ich Alkohol trinken?
    Alkohol verstärkt die Nebenwirkungen (z. B. Schläfrigkeit, Verwirrtheit) und sollte während der Therapie gemieden werden.

Wichtiger Hinweis: Diese Information ersetzt nicht die ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr Behandlungsteam oder Ihre Apotheke.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

10mg, 25mg, 75mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill