Angebot!

Losartan (Losartan potassium)

€0.00

-17%
Losartan (Losartan Kalium) ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und bestimmten Herzerkrankungen. Es hilft, den Blutdruck zu senken und die Belastung für das Herz zu reduzieren. Dadurch wird das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte verringert. Losartan wird in der Regel einmal täglich eingenommen. Die Einnahme sollte immer genau nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Bitte sprechen Sie bei Fragen mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Losartan (Losartan-Kalium) – Umfassende Patienteninformation

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN)Losartan-Kalium
Mögliche Handelsnamen in DeutschlandLozaar®, Lorzaar®, Losartan-ratiopharm®, Losartan-CT®, und verschiedene Generika
ATC-CodeC09CA01 (Angiotensin-II-Antagonisten, Monopräparate)
Verfügbare Darreichungsformen und StärkenTabletten à 12,5 mg, 25 mg, 50 mg, 100 mg
HerstellerMSD Sharp & Dohme, Ratiopharm, Teva, Hexal, u.a.
VerschreibungsstatusVerschreibungspflichtig gemäß § 48 AMG

Wirkmechanismus

Losartan gehört zur Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (auch "Sartane" genannt). Es blockiert gezielt den AT1-Rezeptor für das Hormon Angiotensin II. Für Patienten bedeutet das: Der Wirkstoff reduziert die blutdrucksteigernde und gefäßverengende Wirkung dieses Hormons – die Blutgefäße entspannen sich, wodurch der Blutdruck sinkt und das Herz entlastet wird.
Für Fachkreise: Losartan verhindert die Bindung von Angiotensin II an den AT1-Subtyp-Rezeptor an glatten Gefäßmuskelzellen, hemmt die aldosteroninduzierte Natriumretention und weist zudem eine urikosurische Wirkung auf.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Gute orale Bioverfügbarkeit (~33%), Wirkungseintritt 1–2 Stunden nach Einnahme.
  • Metabolismus: Hauptsächlich hepatisch, Bildung des aktiven Metaboliten E-3174.
  • Ausscheidung: Über Nieren (~35%) und Stuhl (~60%).
  • Wirkdauer: Bis zu 24 Stunden, daher meist einmal tägliche Anwendung.

Anwendung im Alltag und bewährte Praxis (Deutschland)

Losartan ist ein häufig eingesetzter Blutdrucksenker in der Hausarztpraxis. Die gängige Startdosis für Erwachsene beträgt 50 mg 1-mal täglich, individuell anpassbar auf 25–100 mg pro Tag. Die Tabletten sollten jeden Tag etwa zur gleichen Zeit eingenommen werden, um einen gleichmäßigen Wirkspiegel zu erreichen. Bei älteren Patienten oder Personen mit eingeschränkter Nieren-/Leberfunktion wird meist mit 25 mg begonnen. Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten (siehe unten).

Einnahme morgens oder abends?

Die Tageszeit der Einnahme kann individuell gewählt werden. Studien (z.B. Hygia Chronotherapy Trial) weisen darauf hin, dass die abendliche Einnahme bei manchen Patienten den Blutdruck effektiver senken kann. Wichtig ist vor allem: Die Einnahme sollte täglich zur selben Zeit erfolgen. Patienten mit Schwindelneigung empfehlen wir die morgendliche Einnahme, um den Blutdruckabfall nachts zu minimieren. Ihr behandelndes Team berät Sie hierzu gern individuell.

Einnahme mit oder ohne Mahlzeit?

Sie können Losartan unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Da deutsche Essgewohnheiten gelegentlich größere oder fetthaltige Mahlzeiten einschließen, kann es individuell angenehmer sein, das Präparat mit etwas Wasser vor oder nach dem Frühstück/Abendessen zu nehmen; der Wirkungseintritt wird dadurch nicht beeinflusst.

Wechselwirkungen

Losartan kann mit bestimmten Lebensmitteln, Getränken und anderen Arzneimitteln interagieren. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Interaktionen:

Kategorie Interagierender Stoff Konsequenz/Hinweis
Lebensmittel Salzreiche Ernährung, Lakritz Kann die blutdrucksenkende Wirkung vermindern
Alkohol Alkoholhaltige Getränke Kann Nebenwirkungen wie Schwindel verstärken
Medikamente Andere Blutdrucksenker, NSAR (z.B. Ibuprofen), Lithium, Diuretika, Kaliumsupplemente Blutdruckabfall, Nierenfunktionsstörung, Hyperkaliämie möglich – ärztliche Kontrolle nötig
Sonstiges Grapefruit* Bisher keine relevanten Wechselwirkungen berichtet*

*Im Gegensatz zu einigen anderen Sartane oder Kalziumantagonisten.

Indikationen

Indikation Offiziell zugelassen (Deutschland) Off-Label-Einsatz
Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck) Ja
Chronische Herzinsuffizienz (NYHA II–IV) Ja
Renoprotektion bei Typ-2-Diabetes mellitus mit Proteinurie Ja
Hyperurikämie bei Hypertonikern Erwogen (uricosurische Wirkung)
Migräneprophylaxe Vereinzelt beschrieben

Dosierung nach Indikation und Patientengruppe

Indikation/Patientengruppe Empfohlene Startdosis Erhaltungsdosis Maximaldosis/Tag
Erwachsene mit Bluthochdruck 50 mg 1× tgl. 50–100 mg 1× tgl. 100 mg
Ältere Patienten (≥75 Jahre), Nieren-/Leberinsuffizienz 25 mg 1× tgl. 25–50 mg 1× tgl. 50 mg
Chronische Herzinsuffizienz 12,5 mg 1× tgl. 12,5–50 mg 1× tgl. 50 mg
Pädiatrie (ab 6 Jahre, >20 kg) 0,7 mg/kg 1× tgl./td> Individuell anpassen 50 mg

Dosierungsanpassungen erfolgen durch einen Arzt. Selbstmedikation oder spontane Dosiserhöhungen sind zu vermeiden.

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Losartan wird in der Regel gut vertragen, aber wie jedes Arzneimittel kann es Nebenwirkungen verursachen. Nachstehend finden Sie häufige und seltene Nebenwirkungen:

Häufigkeit Beispielhafte Nebenwirkungen
Sehr häufig
(≥1/10)
Keine bekannt
Häufig
(≥1/100 bis <1/10)
Schwindel, Hypotonie (niedriger Blutdruck), Müdigkeit, Nierenfunktionsstörung, Hyperkaliämie (erhöhtes Kalium)
Gelegentlich
(≥1/1.000 bis <1/100)
Erhöhte Leberwerte, Muskelkrämpfe, gastrointestinale Beschwerden
Selten
(<1/1.000)
Allergische Hautreaktionen, Angioödem, Hepatitis, Reizhusten (weniger als bei ACE-Hemmern)
Sehr selten/
Einzelfälle
Störungen der Hämatopoese, Nierenversagen, schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen

Warnhinweise: Schwangere und Stillende dürfen Losartan nicht einnehmen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (Blutdruck, Nierenwerte, Elektrolyte) sind erforderlich.

Anwendungshinweise aus Apotheke und Klinik

  • Bewahren Sie das Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
  • Vergessen Sie nicht die regelmäßige Einnahme; stellen Sie ggf. Erinnerungen ein.
  • B brechen Sie die Therapie nicht ohne ärztlichen Rücksprache ab, auch wenn Sie sich wohlfühlen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt über alle weiteren eingenommenen Arzneimittel sowie bekannte Vorerkrankungen.
  • Blutuntersuchungen (Nierenfunktion, Elektrolyte, besonders Kalium) sollten regelmäßig erfolgen.
  • Fragen Sie Ihr Gesundheitsteam nach individuellen Empfehlungen, z.B. bei Sport, Diät, Hitzeperioden.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten (Kassenpflichtig)

  • ACE-Hemmer (z.B. Ramipril, Enalapril): Gleichwertig in der Blutdrucksenkung, günstig, teils vermehrt Husten.
  • Andere Sartane (z.B. Candesartan, Valsartan, Olmesartan): Ähnliche Wirksamkeit und Verträglichkeit, alternative bei Nebenwirkungen.
  • Kalziumantagonisten (z.B. Amlodipin): Besonders bei älteren Menschen, auch bei Angina pectoris angezeigt.
  • Thiazid-Diuretika (z.B. Hydrochlorothiazid): Günstig, aber Gefahr von Elektrolytverschiebungen.
  • Beta-Blocker (z.B. Bisoprolol, Metoprolol): Besonders sinnvoll bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, können jedoch Nebenwirkungen wie Müdigkeit verursachen.

Rechtlicher, Erstattungs- und Registrierungs-Status (Deutschland)

  • Zugelassen von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
  • In Deutschland verschreibungspflichtig.
  • Arzneimittelkosten werden von gesetzlichen Krankenkassen übernommen (GKV-Leistung/Regelversorgung bei Indikation).
  • Enthalten im Arzneimittelverzeichnis, gelistet im Apothekenpflichtigen Arzneimittelregister.
  • Rezeptpflicht über Muster 16 (rosa Rezept) oder in der elektronischen Verordnung (eRezept).

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) und die ESC/ESH Leitlinie 2023 empfehlen Sartane (inkl. Losartan) als bevorzugte antihypertensive Therapiemöglichkeiten – insbesondere für Patienten mit diabetischer Nephropathie oder ACE-Hemmer-Unverträglichkeit (siehe: ESC/ESH Guidelines 2023, DHL 2023).
  • Meta-Analysen (z.B. „Pharmacotherapy“, 2024; NEJM, 2023) bescheinigen Losartan eine sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit über viele Jahre.
  • Neuere Kohortenstudien legen nahe, dass Losartan für viele Patienten auch zur Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen geeignet ist („Lancet“, 2024).

Verfügbarkeit, Packungsgrößen, Preise und Lieferzeit

Stärke Packungsgröße Indikativer Apothekenpreis* Verfügbarkeit Lieferzeit (Beispiel)
50 mg 20, 50, 98 Tabletten ca. 12–28 € (je nach Präparat und Größe) Weitgehend verfügbar Berlin: 2–6 h; München, Frankfurt, Hamburg: i.d.R. 1 Werktag
100 mg 20, 50, 98 Tabletten ca. 16–36 € Weitgehend verfügbar Wie oben

*Preise sind Richtwerte für Selbstzahler bei Privatkäufen; GKV-Patienten zahlen i.d.R. nur die gesetzliche Zuzahlung (meist 5–10 € pro Packung).

FAQ – Häufige Patientenfragen

  1. Kann Losartan abgesetzt werden, wenn mein Blutdruck normal ist?
    Nein – blutdrucksenkende Medikamente wie Losartan stabilisieren, heilen aber die Grunderkrankung nicht. Setzen Sie es nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
  2. Darf ich mit Losartan Sport treiben?
    Ja, regelmäßige Bewegung ist erwünscht. Achten Sie bei neuem Trainingsbeginn auf Schwindel/Blutdruckabfall und sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an.
  3. Was mache ich, wenn ich eine Einnahme vergessen habe?
    Holen Sie die Einnahme möglichst rasch nach, sofern der nächste Termin nicht unmittelbar bevorsteht. Verdoppeln Sie nicht die Dosis. Sprechen Sie ggf. mit Ihrer Apotheke/Arzt.
  4. Kann Losartan mit anderen Bluthochdruck-Tabletten kombiniert werden?
    Ja, häufig wird Losartan z. B. mit Diuretika oder Kalziumantagonisten kombiniert, um optimale Kontrolle zu erreichen. Die Kombination muss ärztlich abgestimmt werden.
  5. Ist Losartan sicher in der Schwangerschaft?
    Nein. Sartane wie Losartan sind in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert, da sie das ungeborene Kind schädigen können.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25mg, 50mg, 100mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill