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Timoptic (Timolol Maleate)

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-17%
Timoptic mit dem Wirkstoff Timolol Maleat ist ein Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks, wie zum Beispiel bei grünem Star (Glaukom). Es gehört zur Gruppe der Betablocker und hilft, den Druck im Auge zu senken. Timoptic wird als Augentropfen angewendet. Bitte befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes und informieren Sie ihn über andere Medikamente oder Vorerkrankungen.

Timoptic (Timolol Maleat) – Patienteninformation für Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff Timolol Maleat (INN: Timololum maleinicum)
Handelsnamen in Deutschland Timoptic®, Timolol-Generika (z.B. von Hexal, Stada, ratiopharm)
ATC-Code S01ED01 (Augenpräparate – Beta-Blocker)
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Augentropfen 0,25% und 0,5% (meist 5 ml, 10 ml oder 3x5 ml Packungsgröße)
Hersteller (Beispiele) Novartis, Hexal, ratiopharm, Stada
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (Betäubungsmittelgesetz nicht zutreffend)

Wirkmechanismus

Timolol ist ein nicht-selektiver Beta-Blocker. Es senkt den Augeninnendruck, indem es in den Ziliarzellen des Auges die Produktion von Kammerwasser vermindert. Dadurch wird die Gefahr von Sehnervenschädigungen, wie sie beim Glaukom (Grüner Star) auftreten, reduziert.

  • Für Patienten: Timolol hilft, den Druck im Auge zu senken und kann so Ihr Sehvermögen erhalten.
  • Für Fachleute: Die Wirkung erfolgt durch kompetitive Hemmung von Beta1- und Beta2-Rezeptoren; resultierend in reduzierter Kammerwasserproduktion und evtl. minimaler Verbesserung des Kammerwasserabflusses.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Systemisch gering nach lokaler Applikation im Auge, dennoch nachweisbare Blutspiegel möglich
  • Metabolisierung: Leber (CYP2D6-vermittelt, v.a. inaktive Metabolite)
  • Ausscheidung: Über die Niere (renal), überwiegend als Metaboliten
  • Wirkeintritt: Innerhalb 20–30 Minuten
  • Wirkungsdauer: Circa 12–24 Stunden, je nach individueller Reaktion
  • Bioverfügbarkeit: Systemisch unter 10% (topisch am Auge); dennoch wichtigste Hinweise für ältere und multimorbide Patienten beachten!

Anwendung im Alltag & bewährte Praxis in Deutschland

  • Typische Dosis: 1 Tropfen Timolol 0,25% oder 0,5% in das erkrankte Auge jeweils morgens und abends
  • Gebrauchsanweisung:
    1. Vor der Anwendung gründlich Hände waschen
    2. Flasche aufrecht halten, Blick nach oben richten
    3. Unteres Lid leicht nach unten ziehen, Tropfen in den Bindehautsack geben
    4. 1–2 Minuten das Auge schließen und den Tränengang sanft zudrücken (um Nebenwirkungen zu minimieren)
    5. Flasche sofort verschließen und für die nächste Anwendung sicher aufbewahren
  • Gelten strenge Hygienevorschriften: Niemals mit der Tropferspitze das Auge oder andere Flächen berühren!
  • Bei paralleler Anwendung anderer Augentropfen mindestens 10 Minuten Abstand einhalten
  • In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen i.d.R. die Kosten (rezeptpflichtig, Kassenrezept)

Dosierung morgens versus abends

  • Morgendliche Anwendung sorgt für optimalen Augeninnendruck-Schutz tagsüber, wenn Sehanforderungen oft höher sind
  • Abendliche Anwendung kann sinnvoll sein, wenn der Augeninnendruck nachts ansteigt (ärztliche Empfehlung beachten)
  • Tipp: Wählen Sie einen festen Zeitpunkt und halten Sie die Applikationszeiten konsequent ein
  • In den meisten Fällen wird morgens und abends dosiert – individuelle Anpassung durch den Augenarzt möglich

Einnahme zu den Mahlzeiten (Einfluss der Nahrung)

  • Anwendung als Augentropfen – Mahlzeiten beeinflussen die Wirksamkeit nicht!
  • Typische deutsche Ernährungsgewohnheiten (fettreiche, traditionelle Speisen oder vegetarische Kost) haben keinen Einfluss auf die Wirkung
  • Keine speziellen Empfehlungen bezüglich Fasten- oder Essensphasen notwendig

Warnhinweise zu Wechselwirkungen

Interaktionspartner Wirkung/Besonderheiten
Andere Beta-Blocker (oral/injizierbar) Verstärkung systemischer Nebenwirkungen
Calciumantagonisten (z.B. Verapamil, Diltiazem) Risiko für Bradykardien und AV-Block steigt
Antiarrhythmika Herzrhythmusstörungen möglich
Insulin und orale Antidiabetika Warnsymptome einer Hypoglykämie können maskiert werden
Clonidin (bei Blutdrucksenkung) Gefahr eines Rebound-Hypertonus nach plötzlichem Absetzen
Alkohol Kaum relevante Wechselwirkung, dennoch Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Indikationen

Indikation Status
Chronisches Offenwinkelglaukom Offiziell zugelassen
Okuläre Hypertension (Augeninnendruckerhöhung ohne Sehnervenschädigung) Offiziell zugelassen
Akutes Glaukom (in Kombination mit anderen Präparaten) Unter ärztlicher Kontrolle
Off-label: Sekundärglaukome, Neovaskularisationsglaukom Nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung

Dosierungen nach klinischer Indikation

Patientengruppe Empfohlene Dosis Besonderheiten
Erwachsene 1 Tropfen 0,25–0,5% 1–2x täglich pro betroffenes Auge Häufig initial morgens und abends, ggf. nach 1–2 Wochen Reduktion auf 1x täglich möglich
Kinder & Jugendliche Individuell, nach Arztanordnung Besondere Vorsicht, evtl. systemische Nebenwirkungen häufiger
Ältere Patienten S.o.; ggf. langsamere Dosissteigerung Vermehrt Überwachung auf Bradykardie, Atemdepression u.a.

Sicherheitsprofil / Nebenwirkungen

Wie alle Medikamente kann auch Timoptic Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Viele Patienten vertragen Timolol-tropfen sehr gut.

Sehr häufig / häufig Gelegentlich / selten Selten / sehr selten
  • Leichtes Brennen oder Stechen am Auge
  • Fremdkörpergefühl
  • Vorübergehende Augenrötung
  • Verschwommenes Sehen
  • Trockene Augen
  • Kopfschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen (z.B. langsamer Herzschlag)
  • Atemnot, Bronchospasmus (selten, v.a. bei Asthmatikern!)
  • Allergische Reaktionen
  • Systemische Wirkungen: Müdigkeit, Schwindel, Depression

Achtung: Bei bekannten Allergien, schwerem Asthma oder langsamer Herzschlagfrequenz ist Timolol kontraindiziert. Im Zweifelsfall Arzt oder Apotheker fragen!

Empfehlungen zur richtigen Anwendung

  • Regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt sind Pflicht!
  • Falls Sie eine Dosis vergessen haben, möglichst rasch nachholen. Bei nächster planmäßiger Anwendung nicht doppelt tropfen!
  • Bei Augenerkrankungen, Verletzungen, Infektionen oder OP/Intervention am Auge sofort Rücksprache mit Arzt/Augenklinik halten
  • Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker in Deutschland zur richtigen Tropftechnik beraten
  • Tragen Sie einen Notfallausweis, insbesondere bei Einnahme weiterer Medikamente oder bestehender Herz-/Atemerkrankungen
  • Kühl, aber nicht unter 8°C und lichtgeschützt lagern. Nach Anbruch max. 4 Wochen verwendbar – dann entsorgen und neue Flasche öffnen.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten (Erstattung durch GKV)

  • Prostaglandin-Analoga (z.B. Latanoprost, Bimatoprost): Sehr wirksam, meist 1x täglich abends; erste Wahl bei vielen Patienten
    Vorteile: Leicht zu handhaben, wenig systemische Nebenwirkungen.
    Nachteile: U.a. mögliche Änderung der Irisfarbe.
  • Alphaganide (z.B. Brimonidin): Häufig als Zusatztherapie;
    Vorteile: Alternative bei Unverträglichkeit von Beta-Blockern.
    Nachteile: Zentralnervöse Nebenwirkungen, besonders bei Kindern.
  • Kombinationspräparate (mit Dorzolamid, Brimonidin): Für Patienten mit unzureichender Wirkung einer Monotherapie

Alle hier genannten Alternativen sind als Kassenleistung verfügbar, Erstattung erfolgt nach ärztlicher Verordnung gemäß G-BA-Regelung und Arzneimittelrichtlinie.

Rechtlicher Status und Erstattungsfähigkeit in Deutschland

  • Timolol-Augentropfen sind in Deutschland von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) und dem PEI (Paul-Ehrlich-Institut, sofern relevant) zugelassen
  • Rezeptpflicht nach § 48 AMG
  • Erstattungsfähig als verordnungsfähiges Arzneimittel durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
  • Kein Betäubungsmittel, keine Verschreibung unter Suchtgiftregelungen erforderlich
  • Lagerung und Handhabung nach deutschen Sicherheitsvorgaben

Aktuelle Leitlinien und Forschung (2022–2025)

  • Gemäß Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und G-BA: Timolol weiterhin als Basistherapie beim Offenwinkelglaukom und okularer Hypertension empfehlenswert
  • 2023 aktuelle S2e-Leitlinie Glaukom: Prostaglandine als erste Wahl, Timolol als Monopräparat sinnvoll bei Unverträglichkeit oder als Ergänzung
  • Metaanalysen (z.B. DGRh 2023): Beta-Blocker weiterhin wirksam, jedoch systemische Nebenwirkungen bei älteren und multimorbiden Patienten beachten
  • Literatur:
    • Prof. Dr. L. Pfeiffer et al., Update Glaukomtherapie 2024, Der Ophthalmologe, Nr. 7/2024
    • G-BA Beschluss 2024 über Verordnung von Antiglaukomatosa

Verfügbarkeit & Lieferung

Packungsgröße Inhalt Preis (GKV-Erstattung, indikativ) Lieferzeit (Tage, große Städte)
3 x 5 ml Timoptic 0,5% Augentropfen 13,45 € (inkl. MwSt.; Zuzahlung max. 5€) Berlin: 1-2, München: 1-2, Hamburg: 1-2, Frankfurt: 1, Köln: 1-2
1 x 5 ml Timoptic 0,25% Augentropfen 4,98 € (inkl. MwSt.; Zuzahlung entfällt bei Zuzahlungsbefreiung) bundesweit meist binnen 24–48h
Einzeldosisbehälter (Mono- oder Multi-Dose) Nicht konserviert Preis variiert; auf Anfrage ~ 2–3 Tage in der Regel

Alle Preise und Lieferzeiten können je nach Apotheke, Lieferdienst und Jahreszeit schwanken.

FAQ – Häufige Patientenfragen zu Timoptic (Timolol)

  1. Wie lange muss ich Timolol-Augentropfen anwenden?
    In der Regel handelt es sich um eine Dauertherapie. Ihr Arzt kontrolliert regelmäßig den Augeninnendruck und passt die Therapie gegebenenfalls an.
  2. Kann ich Kontaktlinsen tragen?
    Weiche Kontaktlinsen sollten vor dem Eintropfen entfernt und frühestens nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden, da Konservierungsstoffe die Linse beeinträchtigen können. Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über konservierungsmittelfreie Präparate.
  3. Was tun, wenn ich die Anwendung vergessen habe?
    Holen Sie die vergessene Anwendung sobald wie möglich nach. Ist es fast Zeit für die nächste Gabe, lassen Sie die vergessene einfach aus und fahren normal fort. Niemals die doppelte Menge verwenden!
  4. Darf ich Timolol in der Schwangerschaft und Stillzeit verwenden?
    Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt notwendig. Generell wird die Anwendung bei Schwangeren und Stillenden nur bei zwingender Indikation empfohlen, da nicht ausreichend Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen.
  5. Wirken Beta-Blocker-Augentropfen auch bei Bluthochdruck?
    Nein. Timolol-Augentropfen senken lokal im Auge den Augeninnendruck, haben jedoch keine ausreichende systemische Wirkung auf den Blutdruck. Orale Beta-Blocker werden dafür gegebenenfalls vom Hausarzt verschrieben.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Apotheke oder Ihren behandelnden Augenarzt – alle hier aufgeführten Informationen ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0.5%

Paket: No selection

2 bottle, 4 bottle, 6 bottle