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Beloc (Metoprolol)

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Beloc enthält den Wirkstoff Metoprolol und gehört zur Gruppe der Betablocker. Es wird zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und nach einem Herzinfarkt eingesetzt. Beloc hilft, das Herz zu entlasten und das Risiko von Herzproblemen zu reduzieren. Die Einnahme sollte genau nach Anweisung des Arztes erfolgen. Bei Fragen oder Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Beloc (Metoprolol) – Ihr umfassender Ratgeber für Patienten in Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Metoprolol
Deutsche Handelsnamen Beloc®, Metohexal®, Lopressor®, Metoprolol® Ratiopharm, Succinat/ Tartrat
ATC-Code C07AB02
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Tabletten, Retardtabletten (Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung), Injektionslösung. Übliche Tablettenstärken: 23,75 mg, 47,5 mg, 95 mg, 190 mg.
Hersteller (Deutschland) AstraZeneca, Hexal, Ratiopharm, verschiedene Generikahersteller
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Apothekenpflicht gemäß AMG)

Wirkmechanismus (in einfachen Worten und für Spezialisten)

Für Patienten: Metoprolol gehört zur Gruppe der sogenannten Beta-Blocker. Er senkt den Blutdruck und entlastet das Herz, indem er dafür sorgt, dass das Herz langsamer und mit weniger Kraft schlägt. So wird das Herz geschont und ein erhöhter Blutdruck sowie das Risiko für Herzrhythmusstörungen verringert.
Für Spezialisten: Metoprolol ist ein selektiver Beta1-Adrenorezeptor-Antagonist. Er blockiert die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin am Herzmuskel und vermindert so positiv chronotrope, dromotrope und inotrope Effekte sowie die Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Rasche (orale Bioverfügbarkeit ca. 50%, Retardtabletten: ca. 100%), maximale Plasmakonzentration nach 1–2 Std. (nicht retardiert), 3–5 Std. (retardiert).
  • Metabolisierung: Primär hepatisch durch CYP2D6.
  • Elimination: Metabolite vorwiegend renal (<5% unverändert fetisch ausgeschieden).
  • Halbwertszeit: 3–7 Stunden, bei Retardtabletten ca. 3–11 Stunden.

Anwendung im Alltag und bewährte Praxis (Deutschland)

Metoprolol wird vor allem bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris sowie nach Herzinfarkt eingesetzt. Die Einnahme sollte immer zur gleichen Tageszeit erfolgen, vorzugsweise morgens (siehe unten). In Deutschland sind Retardpräparate weit verbreitet, da sie eine einmal tägliche Einnahme ermöglichen.
Typische Dosierung: Für Bluthochdruck in der Regel 50–100 mg/Tag, herzchirurgisch und kardiologisch je nach Indikation angepasst. Niemals abrupt absetzen! – das kann zu Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.
Einnehmen mit ausreichend Flüssigkeit. Nicht zerkauen oder teilen, sofern nicht anders angegeben (vor allem bei Retard).

Morgens oder abends einnehmen?

  • Morgens: Klassisch empfohlen, insbesondere Retardtabletten. Vorteile: bessere Kontrolle des morgendlichen Blutdruckanstiegs (typisch bei Hypertonikern in Deutschland). Morgendliche Einnahme ist für viele Patienten im Alltag praktischer und fördert die Regelmäßigkeit.
  • Abends: Kann bei nächtlichen Blutdruckspitzen oder Schlafproblemen nützlich sein. Vorsicht bei älteren Patienten: Sturzrisiko nachts durch zu niedrigen Blutdruck!
  • Tipp: Halten Sie einen festen Einnahmezeitpunkt ein, optimalerweise morgens zum Frühstück.

Einnahme mit oder ohne Nahrung? (Deutsche Ernährung)

Metoprolol kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden. Am besten zusammen mit einer Mahlzeit (Frühstück oder Abendessen), da dies Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden reduzieren kann. Eine typisch deutsche Ernährung (reich an Ballaststoffen und Mischkost) hat keinen negativen Einfluss, allerdings können sehr fettreiche Mahlzeiten die Resorption etwas verzögern. Alkohol sollte vermieden werden, da er die blutdrucksenkende Wirkung verstärken kann.

Warnhinweise zu Wechselwirkungen

Lebensmittel
  • Alkohol: Kann Kreislaufdämpfung verstärken.
  • Grapefruitsaft: Keine relevanten Interaktionen bei Metoprolol wie bei anderen Betablockern, dennoch Vorsicht geboten.
Medikamente
  • Kalziumkanalblocker (z.B. Verapamil, Diltiazem): Risiko für Bradykardie, AV-Block.
  • Antidiabetika: Hypoglykämien können verschleiert werden.
  • MAO-Hemmer, Antidepressiva (insbesondere SSRIs): Wirkung von Metoprolol kann verstärkt werden.
  • Andere Antihypertensiva: Additive Wirkung, erhöhte Hypotoniegefahr.
  • Digitalisglykoside: Risiko für Bradykardie, Arrhythmien.
  • Rifampicin, Phenytoin: Beschleunigter Metabolismus, Wirkung vermindert.
Sonstige Hinweise Vor Operationen dem Anästhesisten mitteilen! Nicht in Kombination mit anderen Betablockern anwenden.

Indikationen (zugelassene und Off-Label-Anwendungen)

Indikation Zugelassen (in DE) Off-Label
Arterielle Hypertonie -
Koronare Herzkrankheit, Angina pectoris -
Chronische Herzinsuffizienz (mit EF ≤ 40 %) ✔ (Retardformen) -
Funktionelle Herzrhythmusstörungen (z.B. supraventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern/-flattern) -
Nach Myokardinfarkt (Sekundärprävention) -
Migräneprophylaxe -
Hyperthyreose/Thyreotoxische Krise -

Dosierung nach klinischer Indikation

Indikation Erwachsene Kinder/Jugendliche Ältere Patienten
Bluthochdruck 50–200 mg/Tag, Retard empfohlen Ab 6 Jahre: 0,5–1 mg/kg 1×/Tag Niedrigere Anfangsdosis, vorsichtig titrieren
Herzinsuffizienz Start 12,5–25 mg, Ziel 200 mg/Tag - Sorgfältige Überwachung
Angina pectoris 100–200 mg/Tag - Niedrigere Dosis empfohlen
Herzrhythmusstörungen Typisch 100–200 mg/Tag - Individuell anpassen
Migräneprophylaxe (off-label) 50–200 mg/Tag Mit Kinderarzt absprechen Niedrige Dosis ausreichend

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig (≥ 10 %): Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Bradykardie.
  • Häufig (1–10 %): Niedriger Blutdruck, kalte Gliedmaßen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung.
  • Gelegentlich (0,1–1 %): Depression, Schlafstörungen, Atemnot bei Asthmatikern, Muskelkrämpfe.
  • Selten (<0,1 %): Allergische Reaktionen, Hautausschlag, Leberwertsteigerung, Potenzstörungen, Verschlechterung einer Psoriasis.
  • Warnhinweise: Nicht abrupt absetzen! Bei vorbestehendem Asthma, Diabetes oder Herzblock Rücksprache mit Arzt zwingend erforderlich.

Anwendungshinweise und Tipps für Deutschland

  1. Tabletten immer zur gleichen Tageszeit, bevorzugt morgens zum Frühstück, einnehmen.
  2. Bei geschwollenen Beinen oder Gewichtszunahme unverzüglich den Arzt informieren.
  3. Vor geplanten Operationen stets melden, dass Sie Metoprolol einnehmen, insbesondere beim Zahnarzt oder Chirurgen.
  4. Niemals eigenmächtig die Dosis verändern oder die Einnahme beenden.
  5. Blutdruck regelmäßig kontrollieren und dokumentieren (Blutdruckpass, als Standard bei deutschen Hausärzten).

Alternative Therapieoptionen (erstattungsfähig durch GKV)

  • Atenolol: Weniger ZNS-gängig, längere Wirkdauer, günstig. Nachteil: Nicht selektiv für neuere Leitlinien.
  • Bisoprolol: Sehr selektiv, günstig, klare Vorteile bei Herzinsuffizienz.
  • Nebivolol: Vasodilatatorische Eigenschaften, daher bei metabolischem Syndrom vorteilhaft. Etwas höhere Kosten.
  • Cavedilol: Zusätzlicher Alpha-Blocker, besonders zur Therapie der Herzinsuffizienz anerkannt.
  • Andere Antihypertensiva: ACE-Hemmer, Kalziumkanalblocker, Diuretika – je nach Begleiterkrankungen individuell.

Die Erstattung der Arzneimittel durch die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland (GKV) ist für Betablocker inklusive Metoprolol als Standardtherapie gesichert.

Rechtlicher und behördlicher Status in Deutschland

  • Zulassung: Zugelassen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
  • Verschreibung: Nur auf Rezept in Apotheken erhältlich.
  • Erstattung: Voll erstattungsfähig durch alle gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Festbetragsregelung gilt.
  • Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV): rezeptpflichtig.
  • Produktinformationen und Fachinformationen: Auf Deutsch verfügbar.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse & Leitlinien (2022–2025)

  • ESC-Leitlinien 2023 (European Society of Cardiology): Bestätigen die große Bedeutung von Beta-Blockern, speziell Metoprolol, bei sekundärer Prävention nach Myokardinfarkt und in der Therapie der chronischen Herzinsuffizienz (ESC Guidelines, European Heart Journal 2023).
  • Deutsche Hochdruckliga (DHL) 2023: Betablocker – darunter Metoprolol – weiterhin als Mittel der Wahl insbesondere bei Komorbidität (KHK, Herzinsuffizienz) (Deutsche Bluthochdruckliga, Leitlinien-Update 2023).
  • Metoprolol versus andere Betablocker (Deutsches Ärzteblatt 2024): Retardpräparate (Succinat) bieten bei Herzinsuffizienz und Compliance klare Vorteile hinsichtlich Verträglichkeit und Mortalität.
  • Aktuelle Studien: Neuere Untersuchungen deuten auf Vorteile bei regelmäßiger morgendlicher Einnahme für 24h-Blutdruckkontrolle (PROBE-Studie 2024, Uniklinikum Leipzig).

Verfügbarkeit, Lieferzeiten und Preise

Packungsgröße Apothekenverkaufspreis (AVP)* Lieferzeit (Berlin) Lieferzeit (München) Lieferzeit (Hamburg)
50 Stück (95 mg) ca. 16 € 24–48 h 24–48 h 24–48 h
100 Stück (47,5 mg) ca. 24 € 24–48 h 24–48 h 24–48 h
98 Stück (190 mg) ca. 35 € 48–72 h (je nach Lagerbestand) 48–72 h 48–72 h
*Preise variieren nach Apotheken und Rabattverträgen der GKV. Stand 06/2024.

Häufig gestellte Patientenfragen (FAQ)

  1. Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nehmen Sie die vergessene Tablette so bald wie möglich nach. Ist der nächste Einnahmezeitpunkt jedoch sehr nahe, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie wie gewohnt fort. Niemals eine doppelte Dosis einnehmen!
  2. Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Metoprolol einnehme?
    Alkohol kann die Wirkung von Metoprolol verstärken und zu unerwartet starken Blutdruckabfällen oder Müdigkeit führen. Am besten meiden Sie Alkohol während der Therapie oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geringe Mengen.
  3. Welche Kontrolluntersuchungen sind während einer Metoprolol-Therapie nötig?
    Zu Therapiebeginn und regelmäßig: Kontrolle von Blutdruck, Puls und – bei längerer Anwendung – Leberwerte und Nierenfunktion. Hausarzt oder Kardiologe bestimmen die Intervalle individuell.
  4. Kann Metoprolol mein Gewicht oder meinen Stoffwechsel beeinflussen?
    Eine geringe Gewichtszunahme ist möglich, vor allem bei Wassereinlagerungen. Änderungen des Blutzuckerhaushalts können – insbesondere bei Diabetikern – auftreten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Veränderungen bemerken.
  5. Wie lange muss ich Metoprolol einnehmen?
    Die Behandlungsdauer hängt von Ihrer Grunderkrankung ab. Viele Patienten nehmen Metoprolol über Jahre hinweg, in enger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen nicht das individuelle Beratungsgespräch durch Arzt oder Apotheker. Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten immer an Ihre betreuende Fachperson.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

20mg, 40mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 270 pill, 360 pill