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Vermox (Mebendazole)

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Mebendazol ist ein bewährtes Arzneimittel zur Behandlung von Wurminfektionen wie Madenwürmern, Spulwürmern und Hakenwürmern. Es wirkt, indem es die Würmer im Darm abtötet, sodass sie vom Körper ausgeschieden werden können. Die Einnahme erfolgt meistens über wenige Tage und ist gut verträglich. Bitte beachten Sie die Packungsbeilage und wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Augmentin (Amoxicillin/Clavulansäure): Umfassende Patienteninformation für Deutschland

Grundlegende Produktinformationen

  • Wirkstoffbezeichnung (INN): Amoxicillin und Clavulansäure
  • Handelsnamen in Deutschland: Augmentin, Amoclav, AmoxiClav, Amoclavis, Clavamox
  • ATC-Code: J01CR02
  • Verfügbare Darreichungsformen & Stärken:
    • Tabletten (z. B. 500 mg/125 mg, 875 mg/125 mg)
    • Filmtabletten
    • Suspension (z. B. 400 mg/57 mg pro 5 ml; vor allem für Kinder)
    • Pulver zur Herstellung einer Suspension
    • Infusionslösung (für Klinikanwendung)
  • Hersteller: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Sandoz, Hexal, Ratiopharm, Stada u.a.
  • Verschreibungsstatus: Verschreibungspflichtig gemäß §48 AMG (Apothekenpflichtig; Rezept erforderlich)

Wirkmechanismus (Laien- und Fachinformation)

  • Einfach erklärt: Augmentin enthält Amoxicillin, ein Penicillin-Antibiotikum, das Bakterien bei der Zellwandsynthese stört und so abtötet. Clavulansäure schützt Amoxicillin vor bakteriellen "Abwehrenzymen" (Beta-Lactamasen), die bei manchen Bakterien das Antibiotikum unwirksam machen könnten.
  • Für Fachpersonal: Amoxicillin hemmt die bakterielle Zellwandsynthese durch Bindung an Penicillin-bindende Proteine. Clavulansäure ist ein Beta-Lactamase-Inhibitor und erweitert damit das Wirkspektrum auf Beta-Lactamase-bildende Bakterien (u.a. Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Staphylococcus aureus ohne MRSA).

Pharmakokinetik

  • Resorption: Amoxicillin und Clavulansäure werden nach oraler Gabe rasch und gut im Magen-Darm-Trakt aufgenommen (Bioverfügbarkeit Amoxicillin ca. 95%, Clavulansäure ca. 60%).
  • Metabolismus: Amoxicillin wird nur wenig verstoffwechselt; Clavulansäure zu ca. 50%.
  • Elimination: Überwiegend renal (Niere), teilweise auch biliär. Halbwertszeit Amoxicillin ca. 1–1,5 Stunden, Clavulansäure ca. 1 Stunde.
  • Wirkdauer: Dosisabhängig, üblicherweise 8–12 Stunden zwischen den Einnahmen empfohlen.

Alltag & Anwendungspraktiken in Deutschland

  • Typische Anwendungsgebiete: Atemwegsinfektionen (z. B. akute Sinusitis, Bronchitis, Lungenentzündung), Harnwegsinfekte, Haut- und Weichteilinfektionen, Otitis media, Zahninfektionen, Harnwegsinfekte, Bisse. Anwendung nach ärztlicher Verordnung.
  • Typische Dosierung für Erwachsene: Meist 2–3 mal täglich, je nach Schwere der Infektion und Renalstatus (beispielsweise 875 mg/125 mg Tablette alle 12 Stunden bei unkomplizierten Infektionen); für Kinder Dosierung gewichtsabhängig.
  • Anwendung: Tablette unzerkaut mit ausreichend Wasser einnehmen; Suspension gut schütteln und passende Spritze/Löffel verwenden. WICHTIG: Tabletten/Saft immer zu den angegebenen Zeiten nehmen und die gesamte Verschreibungsdauer einhalten. Nicht selbstständig absetzen!

Einnahme morgens vs. abends

  • Regelmäßigkeit ist entscheidend: Gleichmäßige Abstände (z.B. alle 12 Stunden) sind wichtig für konstante Wirkspiegel.
  • Vorteile morgens: Weniger wahrscheinlich vergessen, besseres Zeitmanagement.
  • Vorteile abends: Kann bei manchen Patienten Magenbeschwerden am Tag vermeiden helfen.
  • Tipp: Einnahmezeiten im Alltag festlegen (Wecker stellen!) und den Zeitplan beibehalten.

Mit oder ohne Nahrung? Ernährungshinweise für Deutschland

  • Amoxicillin/Clavulansäure kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden – bei empfindlichem Magen empfiehlt sich die Einnahme mit etwas Nahrung.
  • Typisch deutsche Kost (z. B. Brot, Brötchen, Müsli oder warme Speisen) beeinflusst die Bioverfügbarkeit kaum, kann aber Magenreizungen vermindern.
  • Stark fetthaltige oder übermäßig schwere Speisen können in Einzelfällen die Verträglichkeit beeinträchtigen, daher ggf. leichte Mahlzeiten bevorzugen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungspartner Mögliche Auswirkungen Empfehlung
Allopurinol Erhöhtes Risiko von Hautausschlägen Regelmäßige Kontrolle, Arzt informieren
Gerinnungshemmer (z. B. Warfarin) Verstärkte Blutungsgefahr Gerinnungswerte engmaschig überwachen
Orale Kontrazeptiva (Pille) Abschwächung der empfängnisverhütenden Wirkung möglich Zusätzliche Verhütung erwägen
Probenecid Verzögerte Ausscheidung von Amoxicillin Kombination vermeiden oder anpassen
Alkohol Keine direkte Interaktion, aber Verträglichkeitsprobleme möglich (u.a. Magenbeschwerden, gesteigerte Nebenwirkungen) Alkoholkonsum während der Therapie möglichst vermeiden

Indikationen – zugelassene und off-label-Anwendung

Indikation Zugelassen (Ja/Nein) Hinweise
Akute bakterielle Sinusitis Ja Bei schwerem Verlauf
Akute Otitis media Ja Vor allem bei Komplikationen
Exazerbation chronischer Bronchitis (COPD) Ja Nur bei bakterieller Genese
Pneumonie (Lungenentzündung) Ja Niederschwelliger Einsatz nur nach Resistenztest
Infektionen nach Tierbiss Ja Insbesondere Hund-/Katzenbiss
Harnwegsinfekt (Je nach Leitlinie) Meist Reserveantibiotikum
Zahn-/Kieferinfektionen Ja Bei Abszessen oder schweren Verläufen
Lyme-Borreliose Nein (Off-label) Nur in Ausnahmefällen, nach Facharztabsprache

Dosierung nach klinischer Indikation

Patientengruppe Empfohlene Dosierung Hinweise
Erwachsene 500/125 mg bis 875/125 mg alle 12 Stunden oder 250/125 mg alle 8 Stunden Je nach Schweregrad, Dauer i. d. R. 5–10 Tage
Kinder 40–90 mg Amoxicillin/kg Körpergewicht/Tag in 2–3 Dosen plus passende Clavulansäure-Dosierung Suspension empfohlen, genaue Dosierung vom Arzt
Ältere Menschen Wie Erwachsene, ggf. Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz Nierenfunktion regelmäßig kontrollieren
Patienten mit Niereninsuffizienz Dosis und Intervall individuell anpassen GFR beachten, Anpassung durch Arzt

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Häufigkeit Unerwünschte Wirkung Hinweise/Warnungen
Sehr häufig (>10%) Durchfall, Übelkeit Meist mild, Flüssigkeitsausgleich wichtig
Häufig (1–10%) Erbrechen, Hautausschlag, Pilzinfektionen (v. a. Mund, Genitalbereich) Meist selbstlimitierend, Arzt kontaktieren bei starkem Verlauf
Gelegentlich (0,1–1%) Kopfschmerzen, Schwindel, Juckreiz Symptomatisch behandeln, ggf. Dosisprüfung
Selten (0,01–0,1%) Leberfunktionsstörungen, cholestatische Gelbsucht, Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen (u. a. Stevens-Johnson-Syndrom) Sofort Arzt aufsuchen!
Sehr selten (<0,01%) Anaphylaktischer Schock, Krampfanfälle, Agranulozytose Notfall – sofortige medizinische Hilfe!

Anwendungshinweise und praktische Tipps

  • Therapiedauer immer vollständig einhalten, auch wenn Beschwerden nachlassen.
  • Keinesfalls eigenständig absetzen oder Dosis verändern – Rücksprache mit behandelndem Arzt hält das Risiko für Therapieversagen und Resistenzentwicklung gering.
  • Sollte eine Dosis vergessen werden, sobald wie möglich nachholen; nie zwei Dosen gleichzeitig nehmen.
  • Suspension im Kühlschrank lagern und vor Gebrauch gut schütteln.
  • Bei Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit unbedingt den Arzt oder Apotheker informieren.
  • Antibiotikum-Reminders (z. B. Apps, Kalender, Apps der Krankenkassen) nutzen, um Einnahmezeiten einzuhalten.
  • Altmedikation korrekt entsorgen: Nicht im Hausmüll! Rückgabe an die Apotheke.

Alternativen und Kostenübernahme

  • Erstattungsfähige Alternativen (gesetzliche Krankenversicherung, GKV):
    • Amoxicillin (ohne Clavulansäure) – bei Infektionen durch Beta-Lactamase-negative Erreger
    • Cefuroxim – bei Unverträglichkeit oder spezifischem Keimspektrum
    • Doxycyclin oder andere Tetracycline – bei Unverträglichkeit von Beta-Lactamen
    • Makrolide (z. B. Clarithromycin, Azithromycin) – bei Penicillinallergie, aber ggf. Wirklücken
  • Vorteile Augmentin: Breiteres Wirkspektrum auch bei Beta-Lactamase-bildenden Erregern
  • Nachteile: Mehr Nebenwirkungen als Einzelsubstanz-Amoxicillin
  • Kosten: Augmentin ist Kassenleistung und wird bei medizinischer Notwendigkeit erstattet (Stand 2024, Erstattungsstatus regelmäßig prüfen!).

Rechtliche, Registrierungs- und Erstattungsinformationen in Deutschland

  • Zulassung: Von der EMA zugelassen, in DE BfArM als zuständige Behörde (BfArM-Zulassung und AMAnV-gelistet)
  • Verordnungspflicht: Rezeptpflicht nach dem Arzneimittelgesetz (§ 48 AMG)
  • Kostenübernahme: GKV übernimmt bei medizinisch notwendiger Indikation (SGB V); ggf. Zuzahlung
  • Pharmazentralnummern (PZN): Je nach Hersteller; in jeder Apotheke auf Nachfrage erhältlich

Aktuelle Forschung & klinische Leitlinien (2022–2025)

  • Gemäß der S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM), Robert Koch-Institut und aktueller Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Instituts bleibt Amoxicillin/Clavulansäure das Mittel der Wahl bei bestimmten schweren Infektionen im ambulanten und stationären Bereich.
  • Aktuelle Studien (u.a. Linder et al., Deutsche Ärzteblatt 2023; Dtsch Arztebl Int 2023; 120: 483–492) betonen: Indikationsstellung kritisch prüfen, Übergebrauch vermeiden (antimikrobielle Stewardship!)
  • Empfehlung: Augmentin nicht mehr als ein Reserveantibiotikum für klinisch begründete Fälle, insbesondere wegen des Resistenzrisikos und Nebenwirkungsprofils.
  • Der gezielte Nachweis und eine kalkulierte Therapie basierend auf lokalen Resistenzdaten sind laut AWMF-Leitlinien entscheidend.

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Lieferzeit nach Städten

Packungsgröße/Form Ungefähre Rezept-/Apothekenpreis Lieferzeit (Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt)
14 Tabletten 875/125 mg ca. 28–34 € (Kassenleistung, ggf. Zuzahlung) i. d. R. am selben Tag oder innerhalb von 24 h
21 Tabletten 500/125 mg ca. 22–26 € 24–48 h, je nach Lagervorrat
70 ml Suspension ca. 19–23 € 24–48 h
Infusionslösung (Klinikbedarf) Preis abhängig von Größe und Klinikauftrag Klinische interne Logistik

Häufige Patientenfragen (FAQ)

  • Wie lange soll ich Augmentin einnehmen?
    Die Einnahme erfolgt immer für die vom Arzt bestimmte Dauer, meist 5–10 Tage. Nicht vorzeitig absetzen, selbst wenn die Beschwerden nachlassen!
  • Muss ich Augmentin mit dem Essen einnehmen?
    Das Medikament kann unabhängig von der Mahlzeit eingenommen werden. Bei Magenproblemen empfiehlt es sich, Augmentin während oder nach einer Mahlzeit mit Wasser einzunehmen.
  • Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?
    Holen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich nach. Wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nie die doppelte Menge!
  • Wirkt Augmentin auch gegen Viren (z. B. Grippe oder COVID-19)?
    Nein, Augmentin ist ausschließlich gegen Bakterien wirksam, nicht gegen Viren. Es hilft nicht bei Erkältungen, Grippe oder COVID-19.
  • Was muss ich bei anderen Medikamenten beachten?
    Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker immer über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen. Das gilt auch für rezeptfreie Mittel und pflanzliche Präparate.

Letzte Aktualisierung: Juni 2024

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill